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BEZIRK ROHRBACH. Stocksport gehört ja wirklich nicht zu den gefährlichsten Sportarten – und dennoch: Knapp 50 Personen müssen jedes Jahr nach Stürzen auf dem Eis im Rohrbacher Spital behandelt werden.

  1 / 2   Nur scheinbar harmlos: Das Verletzungspotenzial beim Eisstock schießen wird oft unterschätzt. Foto: Weihbold

Es ist in vielen Fällen das unpassende Schuhwerk, das gerade Hobbyschützen auf dem blanken Eis zu Fall bringt. Das kann böse Folgen haben: „Ein Sturz auf dem Eis birgt immer ein gewisses Verletzungsrisiko. Die Palette reicht hier von Knochenbrüchen an Armen, Händen oder Schultern, bis hin zu schweren Kopf- und Halsverletzungen“, weiß Oberarzt Markus Mayrhofer-Stelzhammer, Unfallchirurg am Landeskrankenhaus Rohrbach. Landen Betroffene nach einem Ausrutscher auf dem Gesäß, kann es auch zu Steißbein-, Kreuz- oder Wirbelbrüchen kommen, die im Heilungsprozess immer äußerst unangenehm sind, ergänzt der Mediziner.

Festes Schuhwerk schützt

Dabei wären Unfälle so einfach zu verhindern: „Durch Schuhe mit einer entsprechenden Gummisohle könnten einige dieser schweren Stürze vermieden werden. Auch über Spikes sollte man nachdenken, wenn man sich häufiger mit dem Eisstocksport beschäftigen will“, meint der Unfallchirurg. Festes und rutschfestes Schuhwerk schützt auch vor Zehen- und andere Fußverletzungen durch fehlgeleitete Eisstöcke aus den Nachbarbahnen.

Gefährlicher Rodelspaß

Nicht weniger oft endet übrigens eine Rodelfahrt im Spital. Laut dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) ist hier das Verletzungsrisiko sogar höher als beim Skifahren. Die häufigsten Verletzungen sind Knochenbrüche (60 Prozent) und Prellungen (20 Prozent), besonders schwerwiegend können Verletzungen der Wirbelsäule und des Kopfes sein. „9 Prozent der Rodelunfälle sind Kopfverletzungen, deshalb sollten Helm und Schneesportbrille unbedingt zur Standardausrüstung gehören“, fordert Klaus Robatsch, Bereichsleiter Forschung & Wissensmanagement im KFV.


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