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BEZIRK ROHRBACH. Neue Wege bei der Schlachtung ihrer Rinder wollen Rohrbachs Direktvermarkter gehen: Um den Tieren ein möglichst stressfreies Ende zu ermöglichen, ist ein Pilotprojekt zur mobilen Schlachtung geplant.

Rinderhalter möchten ihren Tieren den Transport zum Schlachthof ersparen. Foto: Weihbold
Rinderhalter möchten ihren Tieren den Transport zum Schlachthof ersparen. Foto: Weihbold

Fest steht, dass der Transport zum Schlachthof, vor allem die Ver- und Entladung, den Stresspegel enorm in die Höhe treibt, erst während der Wartezeit vor der Schlachtung beruhigen sich die Rinder wieder. Deshalb möchten Landwirte ihren Tieren den Lebendtransport ersparen. Ihnen geht es ums Tierwohl, wie bei einer ersten Versammlung in der Bezirksbauernkammer deutlich wurde.

In Deutschland schon üblich, aber aufwändig

Landesveterinärdirektor Thomas Hain klärte über die rechtlichen Möglichkeiten auf. Eine Lösung, wie sie seit einigen Jahren in Deutschland praktiziert wird, ist für ihn nicht praktikabel: Hier übernehmen Landwirt und Schlachthof gemeinsam die Verantwortung für die Schlachtung; für jedes Rind ist eine EU-Einzelgenehmigung notwendig. „Das ist viel zu aufwändig. Wir brauchen einen anderen Ansatz“, betonte er.

Schlachthof kommt auf den Betrieb

Beim Pilotprojekt im Bezirk Rohrbach sollen genehmigte Betriebe das Betäuben und Entbluten direkt am Hof durchführen. Die Voraussetzungen dafür (etwa zur Fixierung des Tieres zur Lebenduntersuchung oder zur sicheren Betäubung) schafft der Landwirt selbst. Anschließend wird das geschlachtete Rind zur Weiterverarbeitung zum Schlachtbetrieb transportiert.

Bezirksbauernkammer-Obmann LAbg. Georg Ecker ist überzeugt, dass dieses Pilotprojekt beispielgebend für ganz Oberösterreich sein wird. Er kann sich auch eine finanzielle Unterstützung seitens des Landes dafür vorstellen.

Interessierte Landwirte und Schlachtbetriebe erfahren bei der BBK Rohrbach, Tel. 050-6902 4300 (Eva Kitzmüller) mehr über das Projekt.


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