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ROHRBACH-BERG. Anregungen für einen bewegten Unterricht am Gymnasium holten sich Schüler der fünften Klassen im Kosmotorik-Park in Traunkirchen.

  1 / 2   Stefan Böck will mit seinen Kosmotorik-Parks Kinder in Bewegung halten. Sämtliche Stationen sind miteinander verbunden und in Form einer Acht platziert, an der man nach geordneter Abfolge entlang klettert und balanciert.

Für ein Semesterprojekt zu Bewegung, Sport und Gesundheit besuchten die Gymnasium-Schüler gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Elisabeth Mayrhauser und dem Rohrbacher Orthopäden Christoph Michlmayr den Kosmotorik-Park in Traunkirchen. Der Gründer und akademische Gesundheitstrainer Stefan Böck zeigte den Gästen die einzelnen Stationen, die möglichst viele Kinder in Bewegung halten sollen.

Bewegungsmangel nimmt zu

Früher machten Kinder noch ganzheitliche Bewegungserfahrungen beim Spielen in der freien Natur. Diese Erlebniswelt habe sich verändert – Kinder haben heute diese Reize nicht mehr und sitzen sehr viel vor Computer und Handy, begründet Böck seine Initiative. Bewegungsmangel wirkt sich aber nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die kognitive Entwicklung aus.

Tägliche Turnstunde

Der Gesundheitstrainer nannte auch wichtige Argumente für die Errichtung eines Kosmotorik-Parks am BRG Rohrbach: Dieser würde optimale Voraussetzungen für die motorische Kindesentwicklung und eine optimale Pausengestaltung bieten; das Zirkeltraining ist sofort und ohne zeitraubenden Geräteaufbau einsetzbar; komplexe Bewegungsmuster würden vielseitige Bewegungserfahrungen ermöglichen; und die geforderte tägliche Turnstunde kann dadurch einfach verwirklicht werden. „Eine große Pause reicht für das tägliche Training“, ist Stefan Böck überzeugt, „Kosten und Nutzen stehen in einem gesunden Verhältnis zueinander.“

Vielfalt, die überzeugt

Dem Orthopäden Christoph Michlmayr gefällt die Vielfalt im Kosmotorik-Park: „Die verschiedenen Bewegungsmuster aktivieren in spielerischer Form viele Funktionen am Bewegungsapparat, wie Koordination, Kraft und Ausdauer. Dies gilt nicht nur für Kinder, sondern für Menschen jeden Alters. Gerade der Erhalt der körperlichen Fähigkeiten ist auch im höheren Lebensalter wichtig. Der gesunde Geist in einem gesunden Körper ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine heute wissenschaftlich abgesicherte Tatsache“, ergänzt Michlmayr.


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