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Wenn nichts mehr geht, ist noch viel zu tun: Nach Palliativtag zieht Rohrbacher Spital positive Bilanz

Martina Gahleitner, 08.05.2018 08:20

ROHRBACH-BERG. Mit dem Palliativgedanken haben sich rund 300 Personen intensiv auseinandergesetzt.

Lachen und Sterben - auch das war Thema beim Palliativtag.
Lachen und Sterben - auch das war Thema beim Palliativtag.

Der alle zwei Jahre stattfindende Palliativtag, den das Rohrbacher Krankenhaus veranstaltet, hat sich zu einem Fixpunkt entwickelt. Mitorganisatorin und Palliativkrankenschwester Natalie Autengruber, freut sich, dass langsam ein Umdenken im Bewusstsein der Menschen passiert. Denn „lange Zeit hat die Palliativmedizin völlig zu Unrecht den Ruf als Sterbemedizin getragen.“

Autonomie und Lebensqualität geben

Der Umgang mit unheilbar kranken Menschen ist sehr herausfordernd, aber auch wertvoll. „In unserer Arbeit versuchen wir täglich, den Patienten in dieser Phase ihres Lebens höchstmögliche Autonomie und Lebensqualität zu gewährleisten“, betont Peter Wöss, Facharzt für Innere Medizin und Palliativmediziner am LKH Rohrbach. „Es geht dabei neben der medizinischen Versorgung auch darum, wertschätzend, sensibel und achtsam auf die Patienten einzugehen.“

Austausch und Information

Die Teilnehmer – niedergelassene Ärzte, Mitarbeiter aus Altenheimen oder Palliativstationen, Angestellte der Hauskrankenpflege ebenso wie Schüler der Krankenpflege – hatten nicht nur die Möglichkeit, sich auszutauschen, sondern vor allem sich zu informieren. Vorträge behandelten unter anderem Rituale, die Hoffnung und Halt geben, Sterben bei Menschen mit geistiger Beeinträchtigung oder Lachen und Sterben und ob das überhaupt geht? „Für uns ist wichtig, dass unsere Arbeit nicht nur als Sterbebegleitung wahrgenommen wird“, sagt der Stationsleiter der Akutgeriatrie und Palliativeinheit, Theo Kellermann-Pfoser. „Palliativ-Care ist vor allem eine Lebensbegleitung am Lebensende. In der Balance zwischen Fürsorge und Selbstbestimmung liegt uns daran, Bedingungen zu schaffen, die es schwerkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen ermöglichen, die verbleibende Zeit als wertvoll zu erleben.“


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