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Weniger Fische bedeuten auch weniger Graureiher: Bestand im Bezirk Rohrbach gefährdet

Martina Gahleitner, 04.09.2018 12:45

BEZIRK ROHRBACH. Bereits das zweite Jahr in Folge hat die oö. Landesregierung der Rohrbacher Bezirkshauptmannschaft mitgeteilt, dass keine Zwangsabschüsse für Graureiher bewilligt werden sollen. Grund dafür ist der massive Einbruch der Brutpaare auf nur mehr 73 Stück in Oberösterreich.

Der Graureiher findet immer weniger Nahrung in den heimischen Bächen. Foto: Cristina Annibali/shutterstock.com

„Ich hätte nie gedacht, dass mir das drohende Aussterben des Graureihers Sorgen bereitet“, sagt Walter Koller, Geschäftsführer des Fischereirevieres Rohrbach. Aber derzeit ist der Bestand akut gefährdet. „Die Zahl der Brutpaare ist weiter gesunken, obwohl schon im Vorjahr keine Zwangsabschüsse bewilligt wurden. Auch heuer wird an dieser Vorgangsweise festgehalten“, informiert Koller. 

Zu wenig Nahrung

Als Hauptursache nennt er den massiven Rückgang der Fischbestände: Fischotter würden seit Jahren vor allem die Zahl der geschlechtsreifen Fische dezimieren, was nun dazu führt, dass auch kein Nachwuchs mehr folgt. Somit bleiben die für den Graureiher wichtigen Jungfische aus.

Tote Bäche

Norbert Salburg, Obmann des Fischereireviers Rohrbach, sagt dazu: „Der Fischotter hat sich mittlerweile selbst fast jegliche Nahrungsgrundlage entzogen.“ Er erwartet bald „vollständig tote Bäche. Freuen tue ich mich aber trotzdem nicht darüber, dass er sich dadurch selbst an den Rande des Aussterbens bringt.“

Durch den heißen Sommer leiden die Fischbestände ohnehin, der sehr niedrige Wasserstand entzieht zusätzlichen Lebensraum und Verstecke, in denen sie sich bisher vor dem Fischotter in Sicherheit bringen konnten. Salburg appelliert ein weiteres Mal an die Bevölkerung und die Politik ein Umdenken einzuleiten und das vollkommen aus den Fugen geratene Gleichgewicht wiederherzustellen.


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