Es gibt wieder mehr Rohrbacher
BEZIRK ROHRBACH. Um insgesamt 76 Einwohner ist der Bezirk Rohrbach innerhalb des letzten Jahres gewachsen. Gewinner-Gemeinde ist einmal mehr Kleinzell, Hörbich kämpft am meisten mit der Abwanderung.

Über ein Plus von 47 Einwohnern (+3,04 Prozent) mit Stichtag 1. Jänner 2019 freut sich die Gemeinde Kleinzell, die sicherlich verkehrstechnisch günstig liegt. Die Nähe zu Linz und die südliche Lage im Bezirk seien große Zugpferde, meint Bürgermeister Klaus Falkinger (ÖVP), doch auch das sei kein Selbstläufer: „Wir arbeiten aktiv mit den Zugezogenen und versuchen, dass die Menschen den Bezug zur Heimat nicht verlieren.“ Außerdem gebe es Treffen für Studenten, um mit der Heimat in gutem Kontakt zu bleiben.
Ausreißer-Jahr in Schwarzenberg
Auffallend ist in der Statistik diesmal die Gemeinde Schwarzenberg, wo ein Bevölkerungsplus von drei Prozent verzeichnet werden konnte. „Das Jahr 2018 war in dieser Hinsicht tatsächlich ein sehr positives“, bestätigt Bürgermeister Michael Leitner. „Mit dem Breitband-Ausbau in den nächsten zwei Jahren und günstigen Baugründen wollen wir schauen, dass wir für Familien so attraktiv wie möglich sind oder werden“, so Leitner. Ein auffallend hoher Ausländer-Anteil in Schwarzenberg von 14,6 Prozent kommt durch viele grenzübergreifende Ehen in der Gemeinde, aber auch diverse Ferienhausbesitzer aus dem EU-Ausland zustande.
Hörbich immer kleiner
Mit der größten Abwanderung hatte im Vorjahr das kleine Hörbich zu kämpfen. Die ohnehin schon kleinste Gemeinde des Bezirkes (407 Einwohner) verlor mehr als drei Prozent ihrer Bevölkerung. „Wir haben fast keine Bautätigkeit, weil wir keine Gründe zur Verfügung haben und es die jungen Leute eher in die regionalen Zentren zieht“, sagt Bürgermeister Johann Ecker. Es fehle außerdem an Infrastruktur, wie etwa Kanalanschluss.


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