Großbrand lieferte wichtige Erkenntnisse für die weitere Feuerwehrarbeit im Bezirk Rohrbach
BEZIRK ROHRBACH. Das Jahr 2018 wird vielen Feuerwehrleuten des Bezirkes besonders in Erinnerung bleiben, denn ein nicht alltäglicher Großbrand stellte für sie eine besondere Herausforderung dar. Aber auch dem Tod begegneten die Kameraden im Vorjahr einige Male. Im Centro ließ die versammelte Feuerwehr des Bezirkes das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren.

Mucksmäuschenstill war es im großen Saal, als Abschnittskommandant Andreas Pachner und Einsatzleiter Martin Wakolbinger, Kommandant der FF Rohrbach, den Großbrand eines landwirtschaftlichen Objektes in der Ortschaft Grub noch einmal aus Sicht der Feuerwehren schilderten. „Wir hatten das Glück, schon bei der Anfahrt von der Landeswarnzentrale mit sehr guten Informationen versorgt zu werden. Außerdem wies uns der Besitzer des Brandobjektes perfekt ein, denn er war selbst früher Führungskraft in der leider aufgelösten FF Frindorf. Wir wussten also sehr genau, was uns erwartete“, erklärte Einsatzleiter Wakolbinger.
Wichtige Erkenntnisse
Aus dem Großbrand konnten die Wehren wichtige Erkenntnisse ziehen – etwa, dass es gut wäre, das Atemschutzfahrzeug möglichst früh automatisch an den Einsatzort zu schicken, wenn der Brand eine gewisse Einsatzgröße überschreitet. „Außerdem werden wir beim nächsten Feuer dieser Größe sicherlich die Einsatzleitstelle besser besetzen und es zeigte sich, wie wichtig vorbeugender Brandschutz ist. Ohne die bestehende Feuermauer wäre ein Übergreifen der Flammen auf den Wirtschaftstrakt unmöglich zu verhindern gewesen.“ Negative Erfahrungen habe er mit den vielen Schaulustigen am Einsatzort gemacht, die die Zufahrt der Fahrzeuge teilweise behinderten oder erschwerten, Kritik übte Wakolbinger auch an einigen aufdringlichen Medien.
Begegnung mit dem Tod
Eine besondere Herausforderung in der Arbeit der Florianis stellt der Umgang mit dem Tod im Einsatz dar. Diesem begegneten sie im Vorjahr beispielsweise während eines tödlichen Forstunfalles in Haslach, wo ein Feuerwehrkamerad starb. Auch die Feuerwehrtaucher waren besonders gefordert, als ein junger Bursch in der Resilacke ertrank und unter schwierigsten Umständen geborgen werden musste, wie Julian Simader vom Taucherstützpunkt in St. Peter beschrieb. Wenn die Helfer selbst Hilfe brauchen ist das Team des SVE (Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen) zur Stelle, das von Feuerwehrarzt Ingmar Aigner kurz vorgestellt wurde.
Viele Geehrte
Bezirkskommandant Sepp Bröderbauer und Landesrat Max Hiegelsberger sowie die zahlreich vertretenen Ehrengäste nutzten zum Abschluss die Gelegenheit, verdiente Kameraden zu ehren. Gerhard Ortner (FF Pfarrkirchen) und Bernhard Weiß (FF Amesedt) erhielten die Verdienstmedaille des Bezirkes 1. Stufe in Gold. An Herbert Dumfart (FF St. Peter) und Edwin Traxler (FF Julbach) wurde das Verdienstkreuz 2. Stufe des Landes OÖ überreicht und der Titel Ehren-Hauptamtswalter des Bezirkes verliehen. Die Feuerwehr-Verdienstmedaille in Bronze gab es für Bezirksmusikobmann Hermann Stallinger. Abschnittskommandant Robert Gierlinger erhielt das Verdienstzeichen des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes 3. Stufe.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden