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ROHRBACH-BERG. Beratung wirkt: So lautete nicht nur das Motto für die Fachtagung zum 30-jährigen Bestehen des Frauennetzwerks Rohrbach. So lautet generell die Devise der Einrichtung, wie eine Wirkungsanalyse bestätigt.

  1 / 5   Jutta Müller und ihr Team vom Frauennetzwerk feierten mit vielen Ehrengästen und Wegbegleitern das 30-jährige Bestehen. Foto: Gahleitner

Geschäftsführerin Jutta Müller ließ zum Jubiläum hinterfragen, wie das Frauennetzwerk denn überhaupt von außen und von den Kundinnen gesehen wird. Und das Ergebnis ist sehr erfreulich. „In den Interviews bestätigten die Frauen, dass sie Antworten auf ihre Fragen bekommen und damit Orientierung. Die Beratungen geben ihnen Selbstvertrauen. Sie merken, dass sie selbst aktiv etwas unternehmen können, um ihre Lebensumstände zu verbessern“, fasste Klaus Thien, Geschäftsführer des ÖIEB die Wirkungsanalyse zusammen. Feststellbar sei außerdem, dass Frauenthemen verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung gerückt sind. „Insgesamt hat sich die Stellung der Frau in den letzten 30 Jahren verändert. Man könnte mutmaßen, dass das Frauennetzwerk als Katalysator an dieser Entwicklung mitgewirkt hat“, meinte Thien.

Auf sich selber schauen

Ziel des Frauennetzwerks war es von Anfang an, die Lebenssituation von Frauen und Mädchen zu verbessern und diese gerade in schwierigen Zeiten zu unterstützen. „Warum machen wir nicht etwas nur für uns Frauen? Diese Frage stand zu Beginn und war Motivation für die Gründung“, erinnerte sich ein Mitglied der ersten Stunde, Brigitte Menne. 28 Pionierinnen haben 1989 den damaligen Frauentreff gegründet (2014 wurde dieser in Frauennetzwerk umbenannt). „Seither wurde viel Aufbauarbeit geleistet und erfolgreiche Projekte umgesetzt“, nannte Jutta Müller den Sicherheitstag, Kreativseminar für Mädchen, die Vermittlung von digitalen Kompetenzen oder die Jobchance Gemeinde als Beispiele. Dazu kommen jährlich rund 900 Beratungen, die von Müller und ihrem Team durchgeführt werden.

Diese Erfolgsgeschichte lobten auch die Ehrengäste, die sich zur Jubiläums-Fachtagung im Centro eingestellt hatten. „Das Frauennetzwerk ist ein wichtiger Beitrag zur Aufhebung von Benachteiligungen von Frauen“, betonte etwa Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner.

Soziale Dienste digitalisieren

Problemfelder gibt es aber nach wie vor. Müller schwebt etwa eine Online-Plattform oder eine App für soziale Dienste vor, damit in Krisensituationen Hilfe leichter gefunden werden kann. Bei den Anbietern von sozialen Diensten stößt sie damit auf offene Ohren. Beim abendlichen Podiumsgespräch wurde zudem Sterbehilfe zum Thema gemacht.


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