Schicksalsschlag im Bezirk Rohrbach: Caritas begleitet Familien in schweren Zeiten
BEZIRK ROHRBACH. Als vor drei Jahren bei Rupert W. aus dem Bezirk Rohrbach Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde, nahm seine Familie die Unterstützung des Mobilen Hospiz- und Palliativteams der Caritas in Anspruch. Auch nach dem Tod standen die Caritas-Mitarbeiterinnen der Familie zur Seite.

Es war ein Schock für das Ehepaar, als bei dem knapp 81-jährigen aus dem Bezirk Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert wurde. Es war ein Zufallsbefund, denn eigentlich ging es ihm gut. Es folgten Krankenhausaufenthalte, Operationen und Chemotherapien. Die Tochter – selbst diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin – schlug vor, sich Unterstützung vom Mobilen Hospiz Palliative Care der Caritas zu holen. „Auf diese Idee wären wir gar nicht gekommen“, erzählt der 42-jährige Sohn Markus, der mit seiner Familie im ersten Stock des Elternhauses wohnt. „Aber das war das Beste, was wir tun konnten.“ Denn Caritas-Mitarbeiterin Margit Niederleitner lernte so die Familie kennen, als die Situation noch nicht zu belastend war.
Entlastung durch Ehrenamtliche
Unter anderem sorgte sie dafür, dass eine ehrenamtliche Caritas-Mitarbeiterin die Familie unterstützte. Sie war beispielsweise da, damit Rupert W. nicht alleine war, während seine Frau außer Haus war. „Denn es ist sehr wichtig, in solchen Situationen als pflegende Angehörige sich Zeit zu nehmen, auf sich selbst zu schauen“, rät Margit Niederleitner. Etwa zwei Jahre nach der Diagnose verschlechterte sich sein Gesundheitszustand.
Trauerbegleitung
„Jetzt waren wir extrem froh, dass wir das Mobile Hospiz Palliative Care der Caritas schon kannten.“, erzählt Markus W. Durch einen Sturz im Juni des vergangenen Jahres kam Rupert W. ins Krankenhaus. Es war klar: Die Betreuung zu Hause mit seiner Frau als Hauptbetreuungsperson würde jetzt in der gewohnten Weise nicht mehr möglich sein. Deshalb fragte Markus W. seinen Arbeitgeber, ob er in Hospizkarenz gehen könne: „Ich war so dankbar, als mein Chef ohne Wenn und Aber zustimmte.“ Als Rupert W. wenige Wochen später überraschend schnell verstarb, kam die Zeit des endgültigen Abschiednehmens und der Trauer. Auch in dieser Zeit stand das Hospizteam der Caritas der Familie zur Seite. „Als mein Vater gestorben ist, wurde mir so richtig bewusst, was es bedeutet hat, ihm zu ermöglichen, bis zum Schluss dort zu bleiben, wo er gelebt hat“.


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