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ROHRBACH. Die Einkaufstreue der Rohrbacher ist jetzt schwarz auf weiß belegt: Laut der aktuellen Kaufkraftstudie bleiben fast zwei Drittel des Kaufkraftpotenzials im Bezirk. Vor allem das Zentrum Rohrbach/Berg punktet als starke Einkaufsstadt. Trotzdem sind noch einige Hausaufgaben zu erledigen, um den Handel weiter zu stärken.

Rohrbach als Einkaufsstadt kommt bei den Kunden gut an.
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„Von den rund 285 Millionen Euro an vorhandener Kaufkraft im Bezirk binden die regionalen Handelsbetriebe rund 62 Prozent“, fasst Wirtschaftskammer-Bezirksstellenobmann Herbert Mairhofer das Ergebnis der Kaufkraftstrom-Analyse zusammen. Nach Bedarfsgruppen gegliedert zeigt sich, dass vor allem Lebensmittel und Drogeriewaren zum überwiegenden Teil im Bezirk gekauft werden. Hier ergibt sich eine Kaufkraftbindung von 83 Prozent, bei Bekleidung und Sportartikeln sind es über 40 Prozent. “Wir können dem Zentralraum nicht das Wasser reichen, aber wir haben eine sehr hohe, treue Kaufkraft im Bezirk“, freut sich Mairhofer.   Rohrbach trotzt den Rahmenbedingungen   Auch Roland Murauer von der CIMA Beratung + Management GmbH ist beeindruckt: „Für seine Größe, seine Lage und die herausfordernden Rahmenbedingungen ist der Bezirk Rohrbach sehr gut aufgestellt. Es gibt hier ein wirklich starkes Zentrum Rohrbach/Berg und gut strukturierte Nahversorger-Standorte etwa in Ulrichsberg, Aigen-Schlägl, Lembach oder Haslach, die die Versorgung der umliegenden Gemeinden sicherstellen.“ Größte Herausforderung für den Bezirk ist die Nähe und gute Erreichbarkeit der Landeshauptstadt Linz. 24,5 Millionen Euro (8 % der Kaufkraft) fließen dorthin ab, zum Großteil ins Stadtzentrum. Nach Passau wandern 11,2 Millionen Euro (4 %), Tschechien schlägt ebenfalls mit 10,5 Millionen (4 %) zu Buche.   Eine „ernst zu nehmende Konkurrenz für den regionalen Handel“ ist für Murauer auch der Online-Bereich, der mittlerweile fünf Prozent der Kaufkraft absaugt: Vor allem Bücher, Papier, Schreibwaren und Bekleidung werden über Internet gekauft. „Das wird in den nächsten Jahren sicher noch stärker werden“, ist Murauer überzeugt.    Marketing aufpeppen   Die Gesamtbeurteilung für den Bezirk sowie für das Zentrum  Rohrbach/Berg fällt also nicht schlecht aus. Punktuelle Verbesserungen im qualitativen Sektor täten der Bezirkshauptstadt aber gut. Roland Murauer empfiehlt außerdem ein professionelles Marketing, um der „Stadt ein Profil zu verleihen. Dazu gute Gastronomie, städtebauliche Attraktivität, den Tagestourismus stärken und gutes Wohnortmarketing betreiben – das sind indirekte Mittel um die Kaufkraft vor Ort zu erhöhen.“

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