Junge Frauen mit starken Botschaften: Schülerinnen machten beim Redewettbewerb die Stimmen der Frauen hörbar
ROHRBACH-BERG. Fünf junge Frauen sprachen beim Redewettbewerb der Soroptimistinnen über wichtige gesellschaftliche Themen und gaben damit allen Frauen eine laute Stimme. Zwei von ihnen – Nora Keplinger aus dem Gymnasium Rohrbach und Haj Hala aus der HTL1 in Linz – nehmen jetzt an der österreichweiten Entscheidung teil.

Der regionale Redewettbewerb wurde vom Soroptimist Club Rohrbacher Land gemeinsam mit dem Club Linz 1 sowie der Sparkasse Mühlviertel West organisiert. „Es ist wichtig, unsere Stimmen hörbar zu machen“, betonte Mitorganisatorin, Vizepräsidentin Österreich Mitte Elfriede Haindl. Und freute sich, dass „sich junge Frauen trauen, ihre Meinung zu wichtigen Themen zu sagen und dafür einzustehen.“
Nicht wegschauen, nicht schweigen, nicht akzeptieren
Die beiden von der Jury ausgewählten Siegerinnen haben das Thema Frauen und Gewalt gewählt und vor den Juroren und dem Publikum eindrucksvoll klar gemacht, dass für viele Frauen das eigene Zuhause der gefährlichste Ort überhaupt ist. Alle zehn Minuten stirbt weltweit eine Frau – ermordet durch einen Täter aus dem engsten Umfeld. Allein in Österreich gab es heuer bereits 14 Femizide. „Wie kann es sein, dass uns das nicht mehr schockiert?“, fragt sich die 16-jährige Gymnasiastin Nora Keplinger aus Lichtenau. Die 18-jährige Linzerin Haj Hala, Schülerin der HTL1, zeigte auf, dass Frauen ein „Nein“ das Leben kosten kann. Beide sind überzeugt, dass man bei Gewalt nicht wegschauen, nicht schweigen und diese nicht akzeptieren darf, denn: „Schweigen schützt die Täter.“
Fehlende Gleichberechtigung
Die weiteren Teilnehmerinnen sprachen über Frauen und Gesundheit – über Mental Load, fehlende Anerkennung und falsche Schönheitsideale, die für Frauen eine Belastung sind (Selma Schug, BRG Rohrbach); sowie über Frauen und Finanzen: Maria Borsos aus der HAK Wels und Lea Füchsl aus der HTL Neufelden machten deutlich, dass es echte Gleichberechtigung erst dann gibt, wenn Frauen auch die gleichen finanziellen Chancen haben. Finanzbildung müsse früh genug passieren, denn diese sei die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.


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