Eintracht im Glas: Klosterbrauereien Schlägl und Andechs präsentieren ihr gemeinsames Weißbier Concordia
AIGEN-SCHLÄGL. Zwei Klosterbrauereien, zwei Ordensgemeinschaften und drei Jahrzehnte Zusammenarbeit: Die Stiftsbrauerei Schlägl und die Klosterbrauerei Andechs in Bayern haben mit der limitierten Festweiße Concordia erstmals ein gemeinsames Weißbier entwickelt. Das Bier verbindet die Weißbierkompetenz aus Bayern mit Rohstoffen aus dem Mühlviertel und steht, seinem Namen entsprechend, für Eintracht.

Die Partnerschaft zwischen Schlägl und Andechs besteht seit rund 30 Jahren. Die Stiftsbrauerei Schlägl vertreibt Andechser Weißbier in Österreich und ist dessen größter Vertriebspartner am heimischen Markt. Aus dieser langjährigen Verbindung entstand nun die Idee eines gemeinsamen Suds.
„Wir arbeiten seit fast 30 Jahren zusammen. Und in diesen 30 Jahren hat sich eine sehr vertrauensvolle Partnerschaft ergeben“, sagt Kämmerer Markus aus Schlägl. „Aus diesem Vertrauen heraus ist der Gedanke entstanden, unsere Braumeister könnten sich einmal daran machen, ein gemeinsames Bier zu brauen.“
Weißbierkompetenz trifft Mühlviertler Cascade
Entstanden ist eine Festweiße mit 13,6 Prozent Stammwürze und 5,8 Prozent Alkohol. Rezeptlich orientiert sich Concordia an den traditionellen Andechser Weißbiersorten. Gebraut wurde mit einem aufwendigen, mehrstufigen Maischverfahren sowie der obergärigen Andechser Weißbierhefe.
Braumeister Johannes Hartwig von Andechs erklärt: „Vom Rezept her haben wir es an die traditionellen Andechser Weißbiersorten angelehnt.“ Das lange und intensive Maischverfahren sei später im „kernigen Geschmack“ spürbar. Den typischen Charakter liefere vor allem die eigene Weißbierhefe: „Dann kann man den typischen Andechser obergärigen Weißbiergeschmack zaubern.“
Karin Thaller, Braumeisterin der Stiftsbrauerei Schlägl, brachte den Mühlviertler Aromahopfen Cascade in das Projekt ein. „Ganz entscheidend im Aroma ist natürlich die Andechser Weißbierhefe, die die Banane bringt, und dann gepaart mit dem Mühlviertler Cascade, dem Hopfen, der einfach ein bisschen Zitrusnote reinbringt“, sagt Thaller. Das Ergebnis sei ein „sehr, sehr süffiges Produkt“.
Symbol für Eintracht
Der Name Concordia ist bewusst gewählt: Er bedeutet Eintracht. Auch die Gestaltung des Etiketts greift die Verbindung der beiden Klöster auf. Die Prämonstratenser-Chorherren aus Schlägl tragen weiße Ordenstracht, die Benediktinermönche aus Andechs schwarze – ein Kontrast, der im gemeinsamen Produkt zu einem Ganzen verbunden wird.
Pater Valentin von Andechs sieht darin mehr als eine Produktkooperation: „Zwei Klosterbrauereien, zwei Ordensgemeinschaften, zwei Orte bringen in Eintracht etwas hervor.“ Beide Häuser stünden dafür, Tradition zu bewahren und zugleich weiterzuentwickeln: „Wir wollen immer wieder auf dieser Tradition aufbauen und sie neu, innovativ durchdringen.“
Für Thaller geht die Kooperation ebenfalls deutlich über den einzelnen Sud hinaus. „Man knüpft Verbindungen, man tauscht sich aus, man kennt sich dann auch besser“, betont sie. Gerade in einer herausfordernden Zeit für die Braubranche wolle Concordia ein Zeichen setzen: „Man arbeitet zusammen, man arbeitet an etwas, das vielleicht weitergeht.“
Die Concordia-Festweiße wird in limitierter Auflage gebraut und ist bei beiden Brauereien sowie im regionalen Handel erhältlich.








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