BEZIRK ROHRBACH. Das Kommunalbarometer – eine Befragung der österreichischen Bürgermeister – zeigt, das sich unter den Gemeinden wieder mehr Zuversicht breit macht. Auch im Bezirk Rohbach hat sich die finanzielle Situation deutlich verbessert.
34 der (derzeit noch) 42 Rohrbacher Gemeinden waren im Jahr 2010 Abgangsgemeinden, heuer sind es nur mehr 21. Schaut man sich die Abgänge in Summe an, zeigt sich ebenfalls ein erfreuliches Bild: Von 7,7 Millionen Euro (2010) sind diese auf 2 Millionen Euro zurückgegangen. „Das ist schon eine deutliche Verbesserung unserer finanziellen Situation und wir haben wieder mehr Spielraum“, freut sich der Sprecher der Rohrbacher Bürgermeister, Wilfried Kellermann aus Ulrichsberg. Er fügt aber gleich hinzu: „Sparsamkeit ist weiterhin angesagt. Aufgrund unserer Struktur sind wir einfach ein finanzschwächerer Bezirk.“ Deshalb müssten sich alle miteinander bemühen, Unternehmen in den Bezirk zu bringen. „Jeder Betrieb, jeder Arbeitsplatz bringt Einnahmen für die Gemeinden“, betont der Ulrichsberger Ortschef. Sozialausgaben sind großer Brocken Auf der Ausgabenseite sind die Sozialausgaben ein großer Brocken. „Erfreulich ist, dass diese Beiträge in den letzten zwei Jahren nicht gestiegen sind, das bringt also keine zusätzliche Belastung“, sagt Kellermann. Gemeindebund-Präsident Helmut Mödlhammer kennt dieses Sorgenkind der Gemeinden: „Der Sozialbereich ist natürlich ein Dauerbrenner. Obwohl wir durch den Pflegefonds sicher eine Erleichterung für die Kommunen erreicht haben, ist das eine der größten Zukunftsherausforderungen in der Finanzierung.“ Die durchschnittliche Gemeinde hat für 2015 eine ordentlichen Haushalt zwischen zwei und fünf Mio Euro budgetiert. Wichtigste Themenfelder für die Ortschefs sind der Ausbau der Kinderbetreuung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Erhalt der Lebensqualität. Die Befragung wurde von der Plattform kommunalnet.at und dem Gemeindebund durchgeführt.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
AIGEN-SCHLÄGL. Zwei Klosterbrauereien, zwei Ordensgemeinschaften und drei Jahrzehnte Zusammenarbeit: Die Stiftsbrauerei Schlägl und die Klosterbrauerei ...
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden