Rohrbacher Wirtschaft zeichnete ihre Aushängeschilder aus
HASLACH. Die Rohrbacher Wirtschaft ist um fünf Award-Preisträger reicher: Am Freitag Abend haben fünf erfolgreiche Unternehmen, die in ihrer Kategorie besonders herausstechen, die begehrte Trophäe überreicht bekommen.

Zwischen den neuesten BMW-Modellen im Schauraum des Autohauses Kneidinger in Haslach tummelten sich am Freitag an die 300 Unternehmer, die gemeinsam die Besten unter ihnen feierten. Schon die Nominierungen seien ein Best of der Rohrbacher Wirtschaft, meinte Maria Schlagnitweit (LeitnerLeitner Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung), Sprecherein der Jury: „Wir hatten angesichts der vielen, sehr guten Einreichungen die Qual der Wahl, jedes der Unternehmen hat besondere Erfolge vorzuweisen. Es war also ein Wettstreit der Besonderheiten.“
Am Ende standen fünf Sieger im Rampenlicht: In der Kategorie „Top im Netz“ holte sich Lift-Produzent Ascendor aus Niederwaldkirchen den Wirtschafts-Award. Herzstück des Online-Auftritts ist die neu konzipierte Website (www.ascendor.com), auf der Produkte und Betrieb bestmöglich für Endverbrauchen und Händler dargestellt werden. „Wir nutzen aber auch viele andere online-Kanäle“, verriet Prokurist Klaus Gahleitner, als er den Preis entgegen nahm.
In der Kategorie „Mitarbeiter“ darf sich die Hauser GmbH aus St. Martin über den Wirtschafts-Award freuen. „Unsere Lehrlinge sind der Jungbrunnen für das Unternehmen“, betonte Ausbildungsleiter Rupert Danninger, „viele Mitarbeiter, die jetzt in leitenden Positionen sind, haben als Lehrling im Unternehmen bekommen.“
In der Kategorie „Kooperation/Regionalität“ überzeugten die Kaufleute Johannes und Margarete Jetschgo. Ihr Spar-Geschäft in Sarleinsbach wurde im Vorjahr um 90 m2 auf 800 m2 Verkaufsfläche erweitert und eine eigene Abteilung für regionale Produkte eingerichtet. Johannes Jetschgo berichtete erfreut, dass die neue Abteilung sehr gut angenommen wird und verriet auch gleich seine Devise: „Lieber weniger essen, dafür etwas Gscheites.“
Das Träumeland aus Hofkirchen gewann den Award in der Kategorie „Wachstum“. Kein Wunder: Der Umsatz konnte in den letzten fünf Jahren um 70 Prozent gesteigert werden, der Exportanteil beträgt heute 80 Prozent. Hannes Nösslböck verriet bei der Verleihung, dass es neben den Babymatratzen bald auch Matratzen für Kinder und Jugendliche geben wird.
Als „Jungunternehmer“ überzeugte Rohrbachs bierigstes Wirtshaus Bertlwieser's von Christa Hauer und Michael Bertlwieser. Die Gäste schätzen besonders die Regionalität, die Frische und Qualität - und die 40 verschiedenen Biersorten (großteils aus dem Mühlviertel), die es hier zu verkosten gibt.
Wertschätzung geht verloren
Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Herbert Mairhofer fand für all seine Unternehmer nur lobende Worte: „Wir haben wirklich tolle Betriebe, die tagtäglich das Beste für die Region geben. Die geringste Arbeitslosenrate Österreichs ist ein Beweis für die tüchtigen Unternehmer und deren Mitarbeiter.“ Allerdings muss die Wirtschaft mit vielen Herausforderungen kämpfen. Für Clemens Malina-Altzinger, Vizepräsident der WK OÖ, ist es zum einen die belastende Bürokratie und fehlendes Vertrauen an die Gesetzgeber, aber auch die fehlende Wertschätzung, die Unternehmer belasten. „Diese Wertschätzung für das, was wir für die Kunden, die Mitarbeiter und die Wirtschaft leisten, ist spürbar abhanden gekommen. Wir sind das Pferd, das den Karren zieht - die Wichtigkeit des Unternehmertums müssen wir deshalb tagäglich hinaustragen.“
Sonderpreise
An dem Abend wurden gleichzeitig Sonderpreise für Wirtschaftsaffinität vergeben. Jenen für Wirtschaft & Regionalentwicklung bekamen die Gemeinden Aigen-Schlägl und Rohrbach-Berg für die gelungene Fusionierung. Für Wirtschaft & Tourismus ging er an den Verein zur Förderung des Heilkräutergartens in Klaffer. Für Wirtschaft & Bildung bekam Karl Zimmerhackl, der sich seit vielen Jahren für Natur- und Umweltschutz einsetzt, den Preis überreicht. Der Sonderpreis Wirtschaft & Kunst und Kultur ging an Stiftskapellmeister Rupert Gottfried Frieberger.
Mehr Bilder von der Veranstaltung gibt es auf www.cityfoto.at zu sehen.


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