Stolpersteine für Frauen in der Wirtschaft aus dem Weg räumen
BEZIRK ROHRBACH. Flexiblere Arbeitszeiten, Bürokratieabbau und eine familienfreundliche Arbeitswelt: Damit Frauen in der Wirtschaft erfolgreich sein können, brauchen sie auch ein leistungsförderndes Umfeld.

Eine Unternehmensgründung schafft im Schnitt 2,4 Arbeitsplätze. Alleine im Bezirk Rohrbach wurden bis September dieses Jahres 49 Unternehmen von Frauen gegründet. Das sind um 14 Prozent mehr als im Vorjahr. „Das weibliche Potenzial ist unverzichtbar für den Wirtschaftsraum Rohrbach“, ist Klara Pöschl, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft, überzeugt. Sie weiß aber auch, dass Frauen heutzutage noch immer vor großen Herausforderungen stehen: „Neben dem Aufbruch von traditionellen Rollenbildern sind überbordende Bürokratie, starre Arbeitszeiten und fehlende bedarfsgerechte Kinderbetreuung die wesentlichen Stolpersteine, die es aus dem Weg zu räumen gilt.“
Arbeitszeit zu unflexibel
Gefragt ist vor allem Flexibilität im Bereich der Arbeitszeiten: Fast 90 Prozent der Arbeitnehmer gaben bei zwei aktuellen Umfragen an, dass flexible Arbeitszeiten immer wichtiger werden und mehr betriebliche Flexibilität in der Verteilung der Arbeitszeit ermöglicht werden soll. „Die Bedürfnisse der Wirtschaft und der Arbeitnehmer nach flexiblerem Arbeiten gehen also weitgehend in die gleiche Richtung“, meint die Modellagentur-Chefin.
Ebenfalls stark kritisiert wird von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite die Bürokratie am Arbeitsplatz. Weniger Vorschriften und mehr Normen werden von 89 Prozent der Befragten als wünschenswert erachtet.
Kinderbetreuungs-Möglichkeiten verbessern
„Eindeutig am Bedarf der österreichischen Familien vorbei“, gehen für Klara Pöschl auch die Kinderbetreuungs-Möglichkeiten. Sowohl die täglichen Öffnungszeiten als auch die Ferienzeiten entsprechen in Oberösterreich noch immer nicht den Erfordernissen einer modernen Arbeitswelt, ist das Team von Frau in der Wirtschaft Rohrbach überzeugt.


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