Ecker folgt Mitterlehner an der Spitze der Rohrbacher ÖVP nach
ROHRBACH-BERG. Keine Überraschung gab es an der Spitze der Rohrbacher ÖVP: Nachdem Reinhold Mitterlehner mit all seinen politischen Funktionen auch jene des Bezirksparteiobmannes zurückgelegt hat, hat der Bezirksparteivorstand heute einstimmig den Landtagsabgeordneten Georg Ecker in dieses Amt gewählt. Er will auf der in den vergangenen Jahren geschaffenen Basis aufbauen und den Bezirk weiter voranbringen.

15 Jahre lang war Reinhold Mitterlehner als VP-Bezirksparteiobmann aktiv. Damit reiht er sich ein in die Liste der Langzeit-Bezirksobleute Franz Leitenbauer, der 16 Jahre an der Spitze stand, und Karl Lauss mit 14 Jahren.
Vom Rand in die Mitte
Flankiert von LAbg. Georg Ecker und Bezirksgeschäftsführerin Gerti Scheiblberger zog der mit heutigem Tag politisch ämterlose Mitterlehner Bilanz über die letzten Jahre: „Wir haben den Bezirk von der Randlage in die Mitte gerückt – in vielerlei Hinsicht. Wirtschaftlich gesehen haben sich erfolgreiche Tourismusbetriebe entwickelt, aber auch einige Betriebsansiedelungen sind erfolgt. Viele der Neufeldner HTL-Absolventen finden jetzt einen Arbeitsplatz in der Region. Die Bevölkerungszahlen entwickeln sich positiv und mental liegt der Bezirk ebenfalls vorne: Optimismus steht bei Meinungsumfragen immer an erster Stelle im Bezirk.“
Gemeinsam für den Westring eingesetzt
Natürlich bleiben Baustellen zurück – wie etwa der Westring, der zwar „politisch zum Bau gebracht wurde, aber auf ein UVP-Verfahren haben wir keinen Einfluss mehr. Positiv daran zu sehen ist, dass sich der Bezirk in dieser schwierigen Zeit intensiv dafür eingesetzt hat“, blickt Reinhold Mitterlehner zurück. Der Bezirk habe einen Entwicklungsschub gemacht und die ÖVP habe diese Tendenz stark unterstützt.
Schauen, was kommt
Mitterlehner ist überzeugt, dass Georg Ecker als sein Nachfolger an der Parteispitze den erfolgreichen Weg fortsetzen wird. Schließlich haben die beiden auch in der Vergangenheit stets gut zusammengearbeitet. Er selbst will jetzt einmal Abstand gewinnen und regenerieren. „Radl fahren, Karten spielen, Freunde treffen – wenn ich all die Essens-Einladungen annehme, die ich bekommen habe, muss ich ohnehin ein intensives Sportprogramm fahren“, meinte er auf die Frage nach zukünftigen Tätigkeiten. „Ich werde sicher nicht tatenlos in die Zukunft gehen, aber mal schauen was kommt. Ich hab mir jetzt noch nicht viele Gedanken darüber gemacht.“ Eins betonte der ehemalige Minister, Vizekanzler und Bundesparteiobmann aber: Er werde sich gerne für die Region einbringen, aber nicht mehr in einer politischen Funktion – „das hab ich alles schon durchlaufen.“
Ein Kollege, den man sich als Landtagsabgeordneter wünscht
Georg Ecker ist nicht nur Mitterlehners Nachfolger, sondern auch langjähriger Wegbegleiter. „Er war immer ein Kollege, den man sich als Landtagsabgeordneter wünscht und auf Wiener Ebene hat er einige Projekt unterstützt“, zeigte er auf. „Wir haben stets eine Meinung nach außen vertreten und damit vorgezeigt, wie Politik funktioniert – nämlich durch Zusammenhalt und Zusammengehörigkeit.“ Eckers Auftrag und Ziel: für die Menschen da sein, ihre Wünsche so gut wie möglich erfüllen und das positive politische Klima aufrechterhalten. Gerade der Zusammenhalt der Gemeinden ist ihm wichtig, unter anderem auch im Hinblick auf das Bezirkshallenbad.
Kandidatur beim nächsten Bezirksparteitag
Der Landwirt aus Kollerschlag ist jetzt geschäftsführender Bezirksparteiobmann bis zum nächsten Bezirksparteitag, der entweder vorgezogen im Herbst oder regulär Anfang des nächsten Jahres stattfinden wird. Dann wird Georg Ecker als Bezirksparteiobmann kandidieren.
Gelungene Fernbeziehung
Ihm zur Seite steht weiterhin Gerti Scheiblberger, die von Mitterlehner 2008 als Quereinsteigerin ins Boot geholt wurde. „Auch wenn Mitterlehner viel in Wien war, hat er für die Anliegen in seiner Heimat stets ein offenes Ohr gehabt. Die Fernbeziehung hat sehr gut funktioniert.“


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