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Badeschluss im Bezirk Rohrbach abgesagt: Grüne Initiative zur Bäderrettung im Landtag beschlossen

Petra Hanner, 07.07.2017 08:41

BEZIRK ROHRBACH. Beste Nachrichten zum Ferienstart:  Gemäß der oö. Bäderstudie wären im Bezirk Rohrbach 80 Prozent aller Bäder in Gefahr -  insgesamt sollten von 230 Freibädern in Oberösterreich nur 100 übrig bleiben. Dieser Kahlschlag ist vorerst vom Tisch, die Grüne Initiative zur Rettung derBäder wurde jetzt im Landtag beschlossen.
 

LAbg. Severin Mayr kämpft für den Erhalt der Bäder Foto: Grüne OÖ
LAbg. Severin Mayr kämpft für den Erhalt der Bäder Foto: Grüne OÖ

„Die besten Nachrichten kommen rechtzeitig zum Ferienstart“, freut sich der Grüne Sportsprecher Severin Mayr: Die Grüne Initiative zur Rettung der heimischen Badeanlagen ist diese Woche auch vom Landtag beschlossen worden. Statt Bäder einfach zu schließen, soll jetzt ein in Programm zur Sanierung und Erhaltung unserer Frei- und Hallenbäder ausgearbeitet werden. „Unsere Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, der Bezirk Rohrbach kann aufatmen!“.

Kahlschlag war geplant

Mit einer Umsetzung der sogenannten Bäderstudie des Landes OÖ wäre ein massiver Kahlschlag bei den heimischen Bädern bevorgestanden. In der Studie wird eine drastische Reduzierung von derzeit 230 (144 klassische Freibäder, 86 Natur- bzw. Strandbäder) auf etwa 100 Standorte bis zum Jahr 2025 empfohlen. Konkret sollte auf 15.000 Einwohnerinnen bei einer Erreichbarkeit binnen 15 Kilometer nur mehr ein Freibad kommen „Das hätte bedeutet, dass in Oberösterreich mehr als jedes zweite Freibad geschlossen werden müsste“, zeigt Severin Mayr auf.  

Besonders der Bezirk Rohrbach mit seinen rund 57.000 Einwohnern und 24 Freibadeanlagen wäre davon stark betroffen gewesen. Hier hätten 80 Prozent aller Bäder zusperren müssen. Da laut Bäderstudie vorrangig Strandbäder mit touristischer Bedeutung erhalten bleiben sollen, wären Gemeinden ohne Badeseen von den Schließungen besonders betroffen gewesen.

„Mit dem einstimmigen Beschluss im Landtag haben wir diese Pläne nun stoppen können. Stattdessen wird nun ein Programm zur Sanierung und Erhaltung unserer Frei- und Hallenbäder ausgearbeitet. Und jetzt heißt es dranbleiben“, stellt Mayr klar.

Jedes Kind soll schwimmen lernen

„Ob sportliches Training, Schulschwimmern, Gesundheitsförderung und Reha oder einfach nur Badespaß – ein bestmögliches und regional ausgewogenes Angebot an Badeanlagen für die Oberösterreicher ist dringend sicherzustellen. Zudem können Schulen schon heute ihren Lehrauftrag nicht mehr nachkommen, weil das nächste Frei- oder Hallenbad zu weit entfernt liegt.  Hier müssen wir gegensteuern. Wer Bäder schließt, um Kosten zu senken, handelt verantwortungslos“, so Mayr.


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