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BEZIRK ROHRBACH. Die Digitalisierung kann sich nur voll entfalten, wenn auch die Rahmenbedingungen passen, ist man bei der Wirtschaftskammer überzeugt. Gerade in ländlichen Regionen wird die Versorgung mit Breitband zur Überlebensfrage.

In einigen Gemeinden schreitet der Breitband-Ausbau schon zügig voran. Wie hier in Putzleinsdorf, wo auch der kleine Jakob fleißig mitanpackt. Foto: Konrad Leitner

Laut einem OECD-Bericht (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) verläuft die Anpassung an die globale digitale Revolution in Österreich langsamer, als in den am meisten fortgeschrittenen OECD-Ländern. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer nimmt die Regierung in die Pflicht: Diese müsse die Anstrengungen verstärken, um durch einen „entschlossenen und zügigen Ausbau des Breitbandnetzes den Betrieben die nötige Infrastruktur bereit zu stellen.“ Klaus Grad, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer, ergänzt: „Die Bundes- und Landesförderungen sollten für den ländlichen Raum und periphere Regionen noch erhöht werden.“

Kostenlast aufteilen

Im Bezirk Rohrbach haben schon viele Gemeinden Initiativen gesetzt, um schnelles Internet zu Betrieben und privaten Haushalten zu bringen. „Aus wirtschaftlicher Sicht sollten in noch mehr Gemeinden Anstrengungen unternommen werden, weil die Finanzierbarkeit für einzelne Betriebe, aber auch Private sonst oft nicht möglich ist“, meint Grad. Wichtig ist für ihn, dass bei allen Grabungsprojekten die Leerverrohrung für Breitband gleich berücksichtigt wird. Gleichzeitig betont er, die gesamte Kostenlast nicht den derzeitigen Kunden aufzubürden – die Kalkulation müsse zukunftsorientiert sein.

Regionale Anbieter einbeziehen

Der Breitband-Ausbau kann auch eine Chance für regionale Anbieter sein: Diese sollen verstärkt einbezogen werden, um die letzten Strecken zu den Kunden realisieren zu können, meint der WK-Leiter.


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