Mit vereinten Kräften zum Abschluss der Berufsausbildung
ROHRBACH-BERG. Am Übergang von Schule zum Beruf stehen Jugendliche, die sich nicht so leicht tun, nicht alleine da: Sie können auf das Netzwerk Berufliche Assistenz (NEBA) bauen, das alle Mädchen und Burschen auf ihrem Weg zur abgeschlossenen Berufsausbildung begleitet.

Von der Lösungsfindung und Berufsorientierung, der Lehrstellensuche und Begleitung durch Ausbildungszeit und Berufsschule bis hin zum Lehrabschluss: Verschiedene NEBA-Projekte arbeiten im Bezirk Hand in Hand, um Jugendlichen individuelle Unterstützung zu bieten. Das Angebot richtet sich an Mädchen und Burschen ab dem neunten Pflichtschuljahr mit Lernschwächen, negativem Pflichtschulabschluss oder abgebrochener Lehr- oder Schulausbildung, sonderpädagogischem Förderbedarf, körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen oder sozialen oder emotionalen Schwierigkeiten. Jugendliche mit Migrationshintergrund gehören ebenso zur Zielgruppe des Netzwerks Berufliche Assistenz.
Jugendcoaching
„Zugangspforte für unser Angebot ist das Jugendcoaching“, erklärt Wilma Kniewasser. „Dann werden Interessen, Eignungen abgetestet und verschiedene Lehren vorgeschlagen. Wenn keine Lehrstelle in Aussicht ist, geht es weiter zur Jugendarbeitsassistenz für Bewerbungstrainings und Kontaktaufnahme zu Firmen. Auch die Produktionsschule ist Teil des NEBA-Angebotes.“ Sobald es eine Zusage für eine Lehrstelle gibt, kommt Wilma Kniewasser mit der Berufsausbildungsassistenz ins Spiel: Bis zum Ende der Lehrzeit begleitet sie die Jugendlichen, trifft sich regelmäßig mit ihnen, bespricht Probleme, wenn es welche gibt, organisiert Nachhilfe und ist Vermittlerin zwischen Lehrling, Eltern, Firma und Berufsschule. „Das Schöne an meinem Beruf ist, dass ich junge Menschen in einer Phase begleite, in der sich extrem viel tut. Und am Ende sieht man, dass es sich ausgezahlt hat“, beschreibt die Ulrichsbergerin, die derzeit erste Ansprechpartnerin für 30 Jugendliche ist.
Chance für Schwächere
Seit 2012 ist sie für Jugend am Werk GmbH tätig und seither merkt sie steigenden Bedarf an dem Angebot. „Der Lehrstellenmarkt im Bezirk ist groß. Deshalb werden auch schwächere Jugendliche in Lehrstellen vermittelt – diese bekommen eine Chance auf eine Ausbildung. Wir helfen ihnen ihr Ziel zu erreichen und die Berufsausbildung abzuschließen.“
Die Projekte werden vom Sozialministeriumservice finanziert und arbeiten eng mit dem AMS, mit der Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer und den regionalen Betrieben zusammen.


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