Junge Asylwerber zeigten ihre Fähigkeiten im Rohrbacher Poly
ROHRBACH-BERG. Um jugendlichen Asylwerbern die Chance auf einen Lehrplatz zu erhöhen, haben AMS und Volkshilfe gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft und der Polytechnischen Schule Rohrbach-Berg wieder zu Praxistagen ins Poly geladen.

Junge Asylwerber, die außerhalb der Schulpflicht, aber noch unter 25 Jahre alt sind, werden dabei angesprochen. Sie werden erst zwei Tage lang in der Bezirkshauptmannschaft auf ihre Fähigkeiten, wie etwa Deutschkenntnisse, getestet. Diejenigen, die am besten abgeschnitten haben und ein Level erreicht haben, auf dem eine Lehre möglich ist, wurden ausgewählt, ihre praktischen Fertigkeiten im Poly Rohrbach unter Beweis zu stellen. „Wir bieten eine große Bandbreite an praktischen Arbeitsmöglichkeiten an, wie etwa Holz- und Metallbearbeitung oder auch Gastronomie. Die Probanden werden dann von Lehrern bewertet“, erklärt Poly-Direktor Hans Peter Indra.
Mit Hilfe zur Lehre
Das AMS hat speziell für diese Jugendlichen das Projekt „Mit Hilfe zur Lehre“ ins Leben gerufen. Seit Sommer sind für die auf diese Weise ausgetesteten Jugendlichen 15 Plätze reserviert. Wird ein Jugendlicher aus diesem Pool erfolgreich vermittelt, rückt der nächste vor. Allerdings werden sie ausschließlich für Lehrplätze in Mangelberufen vorgemerkt. „Die Jugendlichen werden in verschiedenster Weise von uns unterstützt und auch nach erfolgreicher Vermittlung in der Lehrzeit durch Coaching oder in der Berufsschulzeit begleitet“, erklärt AMS-Leiterin Michaela Billinger.
Geeignete Jugendliche gesucht
Auch die Volkshilfe ist in das Projekt miteinbezogen. „Wir kennen die von uns betreuten Jugendlichen gut und wissen, wer verlässlich oder talentiert ist. So können wir genau diese motivierten Leute für das AMS-Projekt vorschlagen“, sagt Volkshilfe-Regionalleiterin Lucia Peinbauer. Die Volkshilfe sorgt auch dafür, dass die Asylwerber-Lehrlinge zum Beispiel Wohnmöglichkeiten in der Nähe ihres neuen Lehrplatzes finden, denn: „Leider gibt es für sie keine Lehrlingsfreifahrt und so müssen wir eben schauen, dass die Jugendlichen in der Nähe wohnen können.“
Erfolgreich vermittelt
Vor rund zwei Jahren, als die Lehre für Asylwerber in den sogenannten Mangelberufen möglich geworden ist, haben sich die Akteure des Projektes zusammengeschlossen, um den Jugendlichen unter die Arme zu greifen. In dieser Zeit konnten bereits um die 30 junge Asylwerber vermittelt werden.


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