Vergrämung wäre nicht zielführend: Biber im Poeschlteich werden in Ruhe gelassen
ROHRBACH-BERG. Die Biber im Poeschlteich beschäftigten einmal mehr den Rohrbach-Berger Gemeinderat: Nachdem ein Antrag auf Entnahme sowohl von der Bezirkshauptmannschaft als auch vom Landesverwaltungsgericht abgelehnt worden ist, stand eine Teich-Ablassung zur Debatte. Letztendlich entschied man sich aber gegen einen solchen „Antrag auf Vergrämung“.

Laut Sachverständigen wären die Biber nach spätestens einer Woche weg, wenn ihnen der Lebensraum genommen wird. Dann könne man auch die Biberburg wegräumen. Allerdings habe man damit das Biber-Problem nicht gelöst, sondern nur weitergegeben, denn der Biber wird abwandern und sich an anderen Gewässern ein Zuhause suchen.
Landwirte wären die Leidtragenden
„Landwirte haben seit Jahren mit massiven Biber-Schäden zu kämpfen. Eine Vergrämung kann also keine Lösung sein“, betonte Vizebürgermeister Franz Hötzendorfer (VP) und stieß damit auf breite Zustimmung im Gemeinderat. Außerdem, war man sich einig, gebe es keine Gewähr, dass der Biber nicht wieder zurückkommt. Deshalb und auch wegen der hohen Kosten, wurde mit vier Gegenstimmen bei der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen, bei der Bezirkshauptmannschaft keinen Antrag auf Vergrämung durch eine Ablassung des Poeschlteichs zu stellen.
Jungtiere werden abwandern
Was bedeutet, dass die mittlerweile rund zehn Biber bleiben dürfen. Bauhof-Mitarbeiter haben die Bäume rund um den Poeschlteich mit Gitter geschützt, den Anrainern wurde geraten, Elektro-Zäune aufzustellen. Über kurz oder lang wird sich der Bestand ohnehin wieder dezimieren, weil Jungtiere vertrieben werden. „Das in unserer zivilisierten Gesellschaft abwarten zu können, ist aber schwierig“, versteht Grüne-Fraktionsobfrau LAbg. Ulrike Schwarz die Bedenken der Grundnachbarn.
Einsturzgefahr am Uferbereich
Die SP-Fraktion brachte noch den Sicherheitsaspekt zur Sprache: Der Uferbereich sei durch die Biber-Unterhöhlungen einsturzgefährdet. Deshalb habe man schon einmal eine Teichablassung mitsamt Sanierung vorgeschlagen.


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