Knapp 100 Rohrbacher demonstrierten in Wien gegen die geplante Arbeitszeitflexibilisierung
ROHRBACH-BERG/WIEN. Ein kräftiges Zeichen gegen die geplante Arbeitszeitflexibilisierung setzte der ÖGB in Wien. Laut Veranstalter kamen mehr als 100.000 Gewerkschaftsmitglieder aus allen Bundesländern mit Bussen und Zügen in die Bundeshauptstadt, um gegen die Regierungsvorhaben zu demonstrieren. Auch aus dem Bezirk Rohrbach waren knapp hundert Personen bei der Demo dabei.

„Wir können uns das nicht gefallen lassen. Was hier nächste Woche im Parlament beschlossen werden soll ist ein Rückschritt in die Steinzeit“, meint der ÖGB Regionalvorsitzende aus Rohrbach Ewald Baumann. „Das hier war nur der Anfang, falls das Gesetz so durchgepeitscht wird, werden weitere Maßnahmen folgen. Das kann so weit gehen, dass wir das mit Streiks abwehren werden müssen“, so Baumann weiter.
Starker Andrang
Start der ersten Kundgebung war am Westbahnhof, der Andrang dort war derart stark, dass die Teilnehmer bereits Richtung Heldenplatz abmarschieren mussten. Kurz nach den ersten Rednern wurde bekanntgegeben, dass die Kolonne der Demonstration bereits bis zum Heldenplatz, der ungefähr zweieinhalb Kilometer entfernt ist, reichte.
Auch Kirche übt Kritik
Robert Bräuer vom Treffpunkt mensch & arbeit Rohrbach freut sich, dass auch aus dem kirchlichen Bereich starker Widerstand gegen das geplante Arbeitszeitgesetz kommt. Die Bischofskonferenz übt heftige Kritik und stellt fest, dass die Vorhaben der Regierung „Demokratiepolitisch bedenklich“ und „eine Geringschätzung des Familienlebens mit gravierenden Auswirkungen auf die gesellschaftliche Ordnung“ sind.


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