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BEZIRK ROHRBACH/OÖ. Der öffentliche Verkehr im Bezirk Rohrbach ist ausbaufähig. Wie der VCÖ aufzeigt, erreicht nur ein Viertel der Rohrbacher Bevölkerung ihr regionales Zentrum mit Öffis innerhalb einer halben Stunde. Das ist der niedrigste Wert in Österreich.

18 Züge halten an einem Werktag in Rohrbach-Berg - das ist der niedrigste Wert in Oberösterreich. Dazu kommen aber 16 Buslinien. Foto: ÖBB

Mit 18 Zügen pro Tag weist Rohrbach-Berg die geringste Anzahl in Oberösterreich auf. Zum Vergleich: Wels ist Oberösterreichs regionales Zentrum, das am besten mit dem Öffentlichen Verkehr erreichbar ist – hier halten 260 Züge pro Werktag. Dazu kommen 16 Buslinien für den Bezirk Rohrbach, hier liegt unsere Region im Mittelfeld..

Eine Analyse der Österreichischen Raumordnungskonferenz zeigt, dass an Schultagen im Bezirk Rohrbach nur 27 Prozent der Bevölkerung ihr regionales Zentrum innerhalb einer halben Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können. Das ist der niedrigste Wert von ganz Österreich; an schulfreien Werktagen ist das Angebot noch geringer, informiert der VCÖ, der sich für ein dichteres öffentliches Verkehrsnetz und häufigere Verbindungen ausspricht.

Vorbild Schweiz

„Die Arbeitszeiten werden immer flexibler. Die Pendler brauchen auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten ein gutes und regelmäßiges Angebot“, stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest. Vorbild ist dabei aus Sicht des VCÖ die Schweiz, wo es in und aus allen Orten, in denen mindestens 300 Personen wohnen, arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren, mindestens zwölf Busverbindungen pro Tag geben muss. Für Österreich wurden zwar im Jahr 2014 derartige Standards definiert, aber noch immer nicht flächendeckend umgesetzt, heißt es vom VCÖ. Damit gerade für kürzere Autofahrten das Fahrrad stärker genutzt wird, ist „eine gute Infrastruktur für den Radverkehr die Voraussetzung“, ergänzt Gansterer.


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06.03.2019 22:01

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