Borkenkäfer-Massen schwappen jetzt auch auf höhere Waldlagen über

Petra Hanner Petra Hanner, Tips Redaktion, 25.06.2019 18:30 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Die Waldbesitzer des Bezirks Rohrbach kämpfen aktuell gegen die größte Borkenkäferplage der Geschichte. Und sie kommen nicht zur Ruhe, denn weil die gefräßigen Tiere die Fichtenbestände in den niederen Lagen des Bezirks bereits zu Fall gebracht haben, drängen sie immer weiter nach oben.

Das erfüllt auch Martin Polli vom Forstdienst der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach mit Sorge: „In 400 bis 500 Metern Seehöhe, wie beispielsweise in Kirchberg, ist der Zug schon abgefahren. Jetzt müssen wir schauen, dass wir auf 600 bis 700 Metern den Käfer scharf bekämpfen, denn je höher die Lage, desto größer sind die Fichtenbestände und desto leichter wird es für den Käfer, sich zu vermehren.“ Das größte Problem sei, dass mancherorts das Schneedruckholz aus dem Winter noch gar nicht aufgearbeitet wurde. Teilweise, weil die Waldbesitzer mit der Arbeit gar nicht nachkommen, selten aber doch gebe es aber auch schwarze Schafe, die sich zu wenig um ihren Bestand kümmern.

Wälder zu nahe

Doch mit der Ausbringung der Bäume alleine ist es nicht getan: „Optimal wäre es, wenn das Holz mindestens 500 Meter vom nächsten Wald gelagert werden könnte, doch das geht bei uns im Bezirk fast nirgends“, erklärt Polli. Und Bezirksbauernkammer-Obmann Georg Ecker gibt zu bedenken: „Leider ist der Schadholzpreis so im Keller, dass derzeit oft die Bringung und Schlägerung des Holzes mehr kostet, als es dann dem Bauern bringt.“

Ein neu errichtetes Trockenlager in Liebenstein für 1.200 Festmeter Schadholz dient als Zwischenlager für die weitere Verarbeitung. Ob der erwarteten Schadholzmengen für das heurige Jahr ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es wird befürchtet, dass in den heimischen Wäldern die enorme Menge von zwei Millionen Festmetern aus dem Vorjahr noch übertroffen wird.

Mittel aufgestockt

Weil Oberösterreich dermaßen stark von der Käferproblematik betroffen ist, hat das Land Oberösterreich beim Bund eine Mittelaufstockung für forstwirtschaftliche Maßnahmen von rund sechs Millionen Euro auf insgesamt 21 Millionen Euro erwirkt. Abgewickelt wird die Vergabe vom OÖ. Landesforstdienst (07720/14664, lfw.post@ooe.gv.at).

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Kommentare

  1. Wendelbert Parzlechner
    Wendelbert Parzlechner28.06.2019 17:18 Uhr

    Scheiss Käfer - Verreck du mieses Ungeziefer!!

  2. Willi_W._Ichser_2011
    Willi_W._Ichser_201127.06.2019 17:35 Uhr

    kein Problem - Der Käfer ist fastkein Problem. In unsere ALOM in Aigen ist noch beachthliche Schnittkapatzitäten vorhanden.

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