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MÜHLVIERTEL. Die Trasse für die heftig umstrittene Starkstromleitung in den Bezirk Rohrbach wurde am Montag Abend bei der fünften und letzten Regionskonferenz in Haslach präsentiert. Das Land Oberösterreich empfiehlt außerdem eine Freileitung, und nicht ein Erdkabel.

Foto: E. Wodicka
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Damit ein Ringschluss im 110 kV-Netz möglich wird, muss zwischen Rainbach und Rohrbach-Berg noch eine derartige Starkstromleitung gebaut werden. In einem Trassenfindungsprozess hat das Land Oberösterreich gemeinsam mit den Netzbetreibern Netz OÖ und Linz Netz verschiedene Varianten geprüft. Fünf Korridore standen zuletzt für den Streckenabschnitt zwischen dem Umspannwerk in Langbruck bei Bad Leonfelden und Rohrbach-Berg zur Auswahl, wobei die Entscheidung auf die Variante „Nord 2“ fiel. Diese führt von Langbruck über Stiftung und Großtraberg nach Ahorn und entlang der Grenze zwischen St. Johann und Helfenberg, quert dann St. Peter im nördlichen Gemeindegebiet, geht quer durch Auberg, tangiert auch die Gemeinde Arnreit und mündet dann ins Umspannwerk in Rohrbach-Berg (siehe Bild Variante „8B Nord 2“).

Adaptierte Trasse in Waldburg

Für den Abschnitt zwischen Langbruck und Rainbach wird die südliche der drei zuletzt vorgeschlagenen Trassen bevorzugt (am Bild lila), allerdings in adaptierter Form, was die Gemeinde Waldburg (Bezirk Freistadt) betrifft. 

Eine Erdkabel-Variante, die von einer Interessensvereinigung seit Beginn des Projektes gewünscht wird, werde aus technischen und finanziellen Gründen nicht bevorzugt, fassten die Vertreter des Landes OÖ zum Abschluss noch einmal zusammen.

Emotionale Diskussion

Bei der anschließenden Diskussion ging es erwartungsgemäß sehr emotional zu. Zum wiederholten Male wurde etwa an der Studie gezweifelt, bei der das Erdkabel im Kostenvergleich mit der Freileitung um den Faktor drei teurer sein soll. Hinterfragt wurde ebenfalls erneut, ob wirklich alle Faktoren - wie etwa die Grundstücksentwertung - in die Kalkulationen eingeflossen sind.

„Werden uns das nicht gefallen lassen“

Besonders groß war der Unmut auch bei den Vertretern der Gemeinde Waldburg, die erstmals mit der Präsentation einer neuen Trassenführung in ihrem Gemeindegebiet konfrontiert wurden. „Mit uns wird nicht kommuniziert. Das werden wir uns nicht gefallen lassen!“, kündigte etwa der anwesende Bürgermeister Michael Hirtl an. 

Und ein Anwesender sprach gar ein Betretungsverbot seines Grundstückes aus, bis eine ordentliche Erdkabel-Trasse geplant sei.

Netzbetreiber am Zug

Mit dem Abschluss des Trassenfindungsprozesses ist die Arbeit für das Land Oberösterreich abgeschlossen, die Netzbetreiber übernehmen das Projekt, die den genauen Trassenverlauf in Abstimmung mit den Grundeigentümern festlegen. Noch nicht geklärt ist, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht werden muss.


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