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BEZIRK ROHRBACH. Auf den 5. August ist der Tax Freedom Day heuer gefallen. Bis zu diesem Datum haben Arbeitnehmer ausschließlich für den Staat gearbeitet, macht JW-Bezirksvorsitzender Andreas Höllinger auf die hohe Steuer- und Abgabenquote aufmerksam.

JW-Bezirksvorsitzender Andreas Höllinger fordert eine Entlastung für alle Steuerzahler. Foto: Mathe

Wie die aktuelle Studie des Austrian Economic Centers zeigt, wurde 216 Tage lang in diesem Jahr nur für den Staat gearbeitet. „In Euro gerechnet bedeutet dies, dass von jedem vom Steuerzahler erarbeiteten Euro der Staat über 59 Cent erhält und nicht einmal 41 Cent bei dem bleiben, der sie hart verdient hat“, betont JW-Bezirksvorsitzender Andreas Höllinger. Zum Vergleich: Im Jahr 1976 war der Tax Freedom Day in Österreich noch Ende Juni.

„Die Regierung muss nun alle Hebel in Bewegung setzen, um uns abgabentechnisch endlich wieder in die richtige Richtung zu bewegen, denn im Vergleich zu anderen Ländern ist der 5. August reichlich spät“, verweist Höllinger auf die nach wie vor hohe Steuerbelastung in Österreich. Der Tax Freedom Day im Ländervergleich: USA: 16. April 2019, Großbritannien: 30. Mai 2019, Deutschland: 15. Juli 2019.

Steuerlast minimieren, Belastungen senken

Mit einer prognostizierten Abgabenquote für das heurige Jahr in Höhe von 42,6 Prozent zählt Österreich weiterhin zu den absoluten Höchststeuerländern des Kontinents. Nur fünf europäische Länder verzeichnen eine noch höhere Steuerbelastung. „“Gerade Jungunternehmer trifft die Steuerlast besonders heftig, weil sie in der Startphase enorm wachstumshemmend ist“, weiß der JW-Bezirksvorsitzende. Im OECD-Schnitt fließen 36,1 Prozent des Einkommens eines Durchschnittsverdieners in Steuern und Abgaben.

Einer der größten Kostentreiber seien auch die Lohn- und Lohnnebenkosten, mit einer Quote von 47,6 Prozent belegt Österreich im Europavergleich den 5. Platz. „Gerade für Start-ups und junge Unternehmen sind neue Mitarbeiter oft schlicht zu teuer, die sie aber für die Verwirklichung ihrer Ideen dringend benötigen. Dabei schaffen neugegründete Unternehmen Arbeitsplätze – durchschnittlich 2,4 bereits im ersten Betriebsjahr“, sagt Andreas Höllinger.

Mutige Reformen sind gefragt

Für ihn braucht es „mutige Reformen, die die nötige Entlastung für alle österreichischen Steuerzahler mit sich bringen. Wir Jungunternehmer geben Tag für Tag alles für unseren Wirtschaftsstandort – diese treibende Kraft darf nicht gehemmt werden“. Die JW fordert weiterhin die Abschaffung der kalten Progression, Senkung der Abgabenquote auf mindestens 40 Prozent, die Senkung der Körperschaftssteuer und, und, und. Mittelfristiges Ziel wäre, dass der Tax Freedom Day künftig Anfang Juli stattfindet.


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