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JULBACH. Nach ihrem ersten Liebesroman vor gut einem Jahr macht Melanie Lindorfer erneut als Autorin auf sich aufmerksam: mit einer Familiensaga, für die das ehemalige Linzer Schloss Inspiration lieferte.

  1 / 2   Melanie Lindorfer hat auch ihren zweiten Roman in unmittelbarer Umgebung angesiedelt – dieses Mal in Linz. (Foto: privat)

Das Rätsel um ein vergessenes Schloss steht im Mittelpunkt des Romans „Das Erbe von Schloss Rosenhag“ der Jungautorin aus Julbach. Die Handlung mag zwar fiktiv sein – für den Hauptschauplatz gibt es allerdings ein reales Vorbild: das ehemalige Schloss Hagen. Ehe es 1963 abgerissen wurde, galt dieses als ein gefühltes Wahrzeichen der Stadt Linz. „Als ich damals bei der Recherche für eine Buchidee zufällig darauf gestoßen bin, war ich überrascht“, erklärt Melanie Lindorfer. „Denn obwohl ich fünf Jahre lang ganz in der Nähe zur Schule gegangen bin, hatte ich noch nie davon gehört. Ich fing an, mich näher damit zu beschäftigen.“

Historische Publikationen genutzt

Schnell war ihr klar, dass sie darüber unbedingt schreiben will. Für ihre Recherche stellten die Publikationen von Johanna und Herbert Schäffer eine wahre Fundgrube dar. „Die beiden haben es sich gewissermaßen zur Lebensaufgabe gemacht, das Andenken an das Schloss zu bewahren. Dazu haben sie mit mehr als 200 Zeitzeugen gesprochen, sie stöberten auf Dachböden und in Archiven und tragen seit über 20 Jahren alles zusammen, was sie darüber finden können. Diese Begeisterung ist auch in den historischen Abhandlungen über Hagen spürbar - eine Begeisterung, die sofort auf mich übergesprungen ist.“

Relikte der Vergangenheit entdecken

Etliche der geschilderten Details und Anekdoten haben demnach den Weg in Lindorfers Buch gefunden. Für ihre Geschichte verwebt sie reale Elemente und historische Ereignisse mit einer fiktiven Handlung rund um ein Jahrzehnte altes Familiengeheimnis. Der Roman ist auf zwei Zeitebenen angesiedelt: In der Gegenwart begibt sich die Geschichtsstudentin Evelyn auf eine Spurensuche und muss sich dabei nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit tragischen Schicksalen ihrer Ahnen auseinandersetzen. Der historische Erzählstrang beginnt im Jahr 1930, als die fünfzehnjährige Theres auf Schloss Rosenhag kommt, um dort als Hausmädchen zu arbeiten. Doch anstelle einer glanzvollen Zukunft erwarten diese düstere Zeiten voller Entbehrungen: Eine Welt zwischen Krise und Krieg, ein Leben zwischen Liebe und Verantwortung.

„Das Erbe von Schloss Rosenhag“ ist online, im stationären Buchhandel sowie bei der Autorin erhältlich (ISBN 978-3-96817-313-9), E-Book 4,99 Euro, Taschenbuch 11,95 Euro 

Die Publikationen über das Schloss Hagen sind über das Austria Forum öffentlich zugänglich: https://austria-forum.org/web-books


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