Historische Schätze im Bezirk Rohrbach beim Tag des Denkmals neu entdecken
BEZIRK ROHRBACH. Unter dem österreichweiten Motto „Denkmale: Wert für alle.“ lädt der Tag des Denkmals am Sonntag, 27. September, dazu ein, historische Orte aus neuen Perspektiven zu entdecken. In Rohrbach-Berg steht die Stadtpfarrkirche im Mittelpunkt, in Neufelden dreht sich alles um das verschwundene Dorf Langhalsen.

In der Stadtpfarrkirche Rohrbach-Berg stehen am Tag des Denkmals Führungen im Stationenbetrieb am Programm, die die prachtvolle barocke Einrichtung der Kirche mit der bewussten Schlichtheit des neu gestalteten Altarraums verbinden. Die Statuen und Bilder im Kirchenraum werden dabei als lebendige Zeitzeugen begreifbar.
„Die Kunstwerke in unserer Kirche sind keine bloße Dekoration, sie sind Wegbegleiter durch die Jahrhunderte.“, erklärt Projektleiterin Renate Sonnleitner von der Arbeitsgemeinschaft Stadtgeschichte. „Mit unserem Stationen-Rundgang möchten wir kunstgeschichtliche und religiöse Zugänge für eine neue bzw. vertiefte Betrachtungsweise legen.“
Ein Blick von ganz oben
Neben thematischen Impulsen während der Sonntagsgottesdienste bilden drei Führungen den Kern des Schwerpunkttages in Rohrbach-Berg. Sie sind als Rundgang konzipiert, der nach der Begrüßung und Einleitung vor der Kirche zu verschiedenen Stellen im Innenraum führt. Jede einzelne Station wird von verschiedenen Mitgliedern der AG Stadtgeschichte persönlich betreut.
Als ganz besonderes Highlight wartet auf die Besucher ein spektakulärer Ausblick: Im Anschluss an die Führungen besteht die Möglichkeit, den höchsten Kirchturm des Mühlviertels zu besteigen.
Für Albert Ettmayer, Sprecher der AG Stadtgeschichte, ist die Teilnahme eine Herzensangelegenheit: „Unsere Pfarrkirche prägt seit Generationen das Stadtbild und das Leben der Menschen hier. Wer am Tag des Denkmals dabei ist, sieht dieses vertraute Bauwerk danach mit ganz anderen Augen. Der einmalige Ausblick vom höchsten Turm des Mühlviertels ist ein zusätzliches Angebot, das man sich nicht entgehen lassen sollte.“
Das verschwundene Dorf
In Neufelden steht mit „Langhalsen Relive“ ein besonderer Zugang zur Geschichte auf dem Programm. Das Dorf Langhalsen wurde in den 1960er-Jahren für den Bau des Speicherkraftwerks Neufelden aufgelassen. Heute kann die Geschichte des verschwundenen Ortes mithilfe von Augmented Reality wieder sichtbar gemacht werden.
Zwei geführte Touren, eine um 10.30 Uhr, die zweite um 14 Uhr, werden am Tag des Denkmals zu diesem Thema angeboten: Zu Beginn jeder Tour gibt Universitätsprofessor Wolfgang Spickermann im Pfarrsaal Neufelden einen Einblick in die Geschichte von Langhalsen. Anschließend geht es gemeinsam zu den historischen Standorten. Dort wird die Augmented-Reality-Anwendung vorgestellt, mit der digitale Rekonstruktionen direkt vor Ort betrachtet werden können. Die App kann kostenlos heruntergeladen werden.
Nach den Rundgängen geht es zurück zum Heimathaus. Dort gibt es jeweils eine Grillerei sowie die Möglichkeit, das Heimathaus zu besichtigen und eine geschichtliche Fotoausstellung zum Thema Langhalsen im Atelier Reiterhaus zu besuchen.








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