Corona-Ampel gibt Schulen Orientierungsmöglichkeit für den Schulstart im Herbst
BEZIRK ROHRBACH. Auch, wenn der Tisch des Schulqualitätsmanagers – früher Bezirksschulinspektor genannt – in der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach gerade geräumt wird, sieht man in der Bildungsdirektion Oberösterreich dem Schulstart im Herbst positiv entgegen.

Mit Ende August verabschiedet sich Markus Gusenleitner in die wohlverdiente Pension. War bisher der Schulqualitätsmanager in der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach untergebracht, so übersiedelt im Zuge der Pensionierung das gesamte Büro nach Linz in die Bildungsdirektion OÖ. Dort finden Eltern mit ihren Anliegen und Fragen jetzt die richtigen Ansprechpartner, wie Werner Schlöglhofer, Leiter des Bereichs Pädagogischer Dienst, erklärt: „Oberösterreich ist in verschiedene Bildungsregionen unterteilt, für Rohrbach ist die Bildungsregion Mühlviertel zuständig. Abteilungsleiter Gerhard Huber und Schulqualitätsmanagerin Michaela Zeidler sind für Anliegen aus Rohrbach zuständig.“
Praktikable Lösungen mit Corona-Ampel
Derzeit wenden sich viele Eltern, aber auch Pädagogen mit Fragen zum Thema Corona an die Bildungsdirektion. Diese können mit Hilfe des neuen Erlasses „Schule im Herbst 2020“ des Bundesministeriums großteils geklärt werden, freut sich Werner Schlögelhofer: „Wir haben bereits viele durchwegs positive Rückmeldungen aus unseren Schulen erhalten. Die Lehrer freuen sich sehr, dass praktikable Lösungen im Umgang mit der Corona-Pandemie in den Bildungseinrichtungen gefunden wurden.“
Maßgeblich entscheidend für den Alltag in den Bildungseinrichtungen wird die sogenannte Corona-Ampel sein. Ein Vier-Farben-System entscheidet, welche Maßnahmen – je nach Infektionsgeschehen – ergriffen werden müssen. Diese Maßnahmen sind je nach Einrichtung unterschiedlich, denn: „In Kindergärten herrschen andere Bedingungen als in Volksschulen und dort wieder andere als in den Mittelschulen oder in höheren Schulen. Das fängt schon bei der Selbstständigkeit der Kinder an.“
Mit Schnupfen in die Schule?
Unsicherheit herrscht aber nach wie vor bei Eltern, wenn die Kinder plötzlich kränkeln. Hier appelliert Schlögelhofer an den Hausverstand: „Bei einer Schnupfennase wegen einer Allergie wird sicherlich kein Kind nach Hause geschickt. Kommen aber verschiedene Symptome wie eben beispielsweise Husten oder Fieber dazu, bitte ich die Eltern um Eigenverantwortung. Aber dazu muss man auch sagen: Ein wirklich krankes Kind gehört sowieso nicht in die Schule oder den Kindergarten. Das war auch schon vor Corona so.“
Krisenteams an allen Schulen
Schulqualitätsmanagerin Michaela Zeidler, zuständig für das Mühlviertel, ergänzt: „Es wird umsichtiges Agieren vor Ort und die Berücksichtigung der baulichen und infrastrukturellen Gegebenheiten brauchen, um am jeweiligen Standort gute Abstimmungen in pädagogischen und organisatorischen Belangen zu treffen. Von Beginn an sollen transparente und klar geregelte Kommunikations- und Informationswege festgelegt werden. Außerdem wird es an jedem Standort ein Krisenteam geben, dessen Koordination beim Schulleiter liegen wird.“
Wenige Maßnahmen nötig
Im Bezirk Rohrbach ist das Infektionsgeschehen derzeit recht gut unter Kontrolle. Das bedeutet, einem normalen Schulstart steht nichts im Wege, sofern die Infektionszahlen in einem so niedrigen Bereich bleiben. Lediglich Hygiene- und Präventionsmaßnahmen und Unterricht im Freien, wo es möglich ist, werden empfohlen.


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