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"Wollten Impfstoff nicht verkommen lassen": Unregelmäßigkeiten beim Impfen im Altenheim

Martina Gahleitner, 20.01.2021 12:08

BEZIRK ROHRBACH. In einem Bezirksaltenheim wurden zwar keine Bürgermeister oder Lokalpolitiker mitgeimpft, wie in anderen Regionen des Landes, dafür sollen aber Verwandte der Heimleitung zum Zug gekommen sein. Der Vorfall wird untersucht.

Aus einer Ampulle, die für fünf Impfdosen vorgesehen ist, kann mitunter auch eine sechste oder siebte Dosis gezogen werden. Dann bleibt Impfstoff übrig. Foto: Weihbold

Bezirkshauptfrau und Sozialhilfeverbands-Obfrau Wilbirg Mitterlehner will die Angelegenheit genau überprüfen lassen, geht aber davon aus, dass sich die Heimleitung an das vorgeschriebene Procedere gehalten hat. „Es gibt eine detaillierte Dienstanweisung, wer im Fall übrig gebliebener Impfdosen geimpft werden soll. Das sind in erster Linie unsere Systempartner“, nennt Mitterlehner etwa Therapeuten, die regelmäßig in die Altenheime kommen, aber auch Sozialarbeiter oder etwa der Pfarrer. Zudem gibt es eine entsprechende 'Ersatzliste'.“ Diese wurde auch abgearbeitet, doch darüber hinaus sollen Impfungen verabreicht worden sein.

118 Impfdosen an einem Termin

In einer schriftlichen Stellungnahme der Heimleitung heißt es: „Wir haben für insgesamt 90 Impflinge 18 Impfdosen bestellt: für 44 Bewohner, 30 Mitarbeiter, 16 Ehrenamtliche, Dienstleister, die Impfärzte und den Pfarrer. Tatsächlich haben wir aus den meisten Flaschen sieben Impfungen gezogen. Das ergibt 118 Impfdosen. Da wir nur einen Impftermin am 13. Jänner hatten, musste der Impfstoff an diesem Tag verbraucht werden. Daher haben wir, die Impfkoordinatoren und die Ärzte, für die Restverimpfung Personen im Kontext zum Altenheim (Angehörige) angerufen, welche kurzfristig eingesprungen sind, um den Impfstoff, der nur mehr zwei Stunden haltbar war, nachdem er in den Spritzen aufgezogen war, zu verimpfen.“ Die Personen, die angerufen wurden, hätten binnen weniger Minuten zusagen müssen.

Reservelisten erweitert

Dass aus einer Ampulle, die für fünf Impfdosen vorgesehen ist, mitunter auch eine sechste oder siebte Dosis gezogen werden kann, ist grundsätzlich bekannt und hat verschiedene Gründe, wie etwa die Beschaffenheit von Spritzen. Gerade deshalb gab es auch vor dem Impftermin die Anordnung, eine Reserveliste anzulegen. Der SHV hat diese für die Impfungen in den noch ausständigen Altenheime erweitert. Der Impftermin wurde um eine Woche vorverlegt - vermutlich deshalb war die Reserveliste nicht so umfangreich.


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r2d2
r2d2
07.03.2021 11:11

frechheit

ich kenne persönlich eine jene personen die sich über diese impfaktion vorgeschummelt haben. diese person ist weder mitbewohner, mitarbeiter noch angehöriger. alle sind gleich, aber manche sind halt dann doch etwas gleicher.


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