Dienstantritt in turbulenten Zeiten: Die neuen Primarärzte am Klinikum Rohrbach ziehen erste Bilanz

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Karl Aichberger leitet seit 1. März 2020 als Primar die Abteilung für Innere Medizin am Klinikum Rohrbach. Foto: OÖG
Sevim Demir Sevim Demir, Tips Redaktion, 21.01.2021 11:20 Uhr

ROHRBACH-BERG. Mit Karl Aichberger und Gernot Köhler traten im Vorjahr gleich zwei neue Primarärzte ihren Dienst am Klinikum Rohrbach an. Wegen der Corona-Pandemie, ein Sprung ins kalte Wasser. Ein Jahr später ziehen die beiden Mediziner Bilanz. 

Karl Aichberger ist Primar auf der Abteilung für Innere Medizin, Gernot Köhler auf der Abteilung für Chirurgie am Klinikum Rohrbach. Für die beiden Mediziner war das aufgrund der Pandemie ein Sprung ins kalte Wasser, sie erlebten aber eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft von den Mitarbeitern im Klinikum.

Zweite Infektionswelle traf Rohrbach mit voller Wucht

Seit 1. März 2020 leitet Karl Aichberger die Abteilung für Innere Medizin am Klinikum Rohrbach. Dass der Antritt als Primar mit dem Beginn der Corona-Pandemie zusammentraf, stellte Aichberger und sein Team vor eine Reihe immenser Herausforderungen. Während die erste Infektionswelle vergleichsweise glimpflich am Klinikum vorüberging, traf die zweite den Bezirk Rohrbach mit voller Wucht. „Binnen kürzester Zeit war ein großer Teil des gesamten Spitals mit Corona-Patienten belegt, viele mussten auf die Intensivstation verlegt werden. Ohne die Hilfe der anderen Abteilungen im Haus, die uns sowohl pflegerisch als auch ärztlich unterstützt haben, wäre eine Versorgung der vielen Covid-Patienten in dieser Phase nicht möglich gewesen. Die bereits etablierten Maßnahmen vom Frühling haben uns in der zweiten Infektionswelle zwar sehr geholfen, dennoch ist das Krankenhaus aufgrund der Intensität der zweiten Welle an seine Aufnahme- und Leistungsgrenzen gelangt. Die Belastung und der Druck waren für die Mitarbeiter enorm“, sagt Aichberger. Nichtsdestotrotz lebte sich der Internist gut ein. Insbesondere Handschlagqualität und Hilfsbereitschaft hätten es erst ermöglicht, die Krise abteilungsübergreifend zu meistern.

Spezialist für Hämatoonkologie

Fachlich konzentriert sich Aichberger am Klinikum Rohrbach vor allem auf sein Spezialgebiet Hämatoonkologie. Dazu zählen die Diagnostik und Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Lymphsystems sowie von Blut- und Krebserkrankungen, wobei er selbst sich besonders intensiv mit gut- und bösartigen Erkrankungen des Verdauungstraktes beschäftigt.

Chirurg „mit Leib und Seele“

Auch Gernot Köhler, seit 1. Oktober 2020 Primar für Chirurgie am Klinikum Rohrbach, erlebte sehr viel Solidarität und Hilfsbereitschaft und einen unglaublichen Teamgeist. Persönlich half die „kollegiale und herzliche Aufnahme in dieser turbulenten Zeit sehr dabei, mich schnell und gut einzuleben. Die Rohrbacher sind herzlich, liebenswert, geradlinig und ehrlich“, erzählt er. Der 47-jährige Chirurg „mit Leib und Seele“ war in den ersten Monaten vor allem mit dem Herunterfahren der Operationen konfrontiert. Während nur noch akute Fälle, Krebs-Patienten, leidende Schmerzpatienten sowie Fälle mit Leisten- und Bauchwandhernien mit hohem Einklemmungsrisiko operiert wurden, galt es auch für das chirurgische Team, alles Nötige zu tun, um die Covid-Patienten zu betreuen.

Erweiterung der Adipositas-Chirurgie

Im Klinikum Rohrbach will Gernot Köhler, der sich selbst als „Chirurg aus purer Leidenschaft“ bezeichnet, seine Expertise und Erfahrung in der chirurgischen Behandlung von Brüchen in Leiste, Bauchwand und Zwerchfell einbringen und den Schwerpunkt weiter ausbauen. Einen zusätzlichen Fokus will er auf die Erweiterung der Adipositas-Chirurgie in Form von neuen Operationsverfahren legen. 

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