Friseure und Masseure im Lockdown: „Es war schon schwer, den Mut nicht zu verlieren“

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Sevim Demir Sevim Demir, Tips Redaktion, 24.02.2021 11:26 Uhr

AIGEN-SCHLÄGL/HASLACH. Vor gut zwei Wochen durften auch körpernahe Dienstleister wieder Kunden begrüßen. Voraussetzungen sind ein negativer Corona-Test sowie die FFP2-Maske. Wie das so ist, für Unternehmer aber auch Kunden, hat Tips bei Magdalena Mitschdörfer vom Massageinstitut Flow und bei Friseurin Andrea Cupak erfragt.

„Die letzten Wochen waren für mich und mein Team eine große Herausforderung. Dennoch haben wir keine Sekunde an uns und dem Flow gezweifelt“, blickt Magdalena Mitschdörfer, Inhaberin vom Massageinstitut Flow in Aigen-Schlägl, auf die letzten Wochen zurück. Kurz vor dem Lockdown hat Mitschdörfer das Flow auch vergrößert und neue Mitarbeiter eingestellt.

Entscheidung angezweifelt

„Um ganz ehrlich zu sein, habe ich während dem Lockdown sehr an der Entscheidung, meine Praxis zu vergrößern, gezweifelt. Dies ist natürlich ein großer finanzieller Aufwand, welcher sich nur dann lohnt, wenn wir ausgelastet sind. Es sind viele schlaflose Nächte vergangen, in denen ich versuchte, Mut zu fassen und eine Lösung zu finden. Teil dieser Lösung war immer mein Team, an dem ich in keiner Sekunde gezweifelt habe.“ Umso größer war und ist immer noch die Freude darüber, wieder arbeiten zu dürfen. „Die Testpflicht ist für uns kein Grund, uns weniger zu freuen. Jeder von uns nimmt diese Pflicht ernst. Wir alle haben jemanden in unserem Umfeld, dessen Gesundheit besonders geschützt werden muss. Auch für uns selbst ist es gut und beruhigend zu wissen, dass wir kein Risiko für unsere Mitmenschen und Kunden darstellen. Außerdem sind wir in der Hoffnung, dass wir mit den Testungen in Richtung kleiner Lockerungen gehen. Sollte es möglich werden, durch Tests Gastronomie und Hotellerie schrittweise zu öffnen, sollten wir alle an einem Strang ziehen und dies unterstützen, wo wir können!“ Dennoch schlich sich bei der jungen Unternehmerin anfangs der Gedanke ein, ob die Testpflicht davon abhalten wird, sich einen Termin zu vereinbaren: „Allerdings kann ich sehr dankbar sagen, dass dies nicht der Fall ist. Natürlich gibt es vereinzelt Personen, die noch etwas warten möchten, aber das sind wie gesagt Einzelfälle“, freut sich Mitschdörfer.

Hygienekonzept erstellt

Auch im Friseursalon von Andrea Cupak in Haslach freut man sich, endlich wieder Schere und Föhn in die Hand zu nehmen und Kunden begrüßen zu dürfen. Denn zwischendrin war es für die Friseurmeisterin und ihr Team schon schwer, den Mut nicht zu verlieren, wie Cupak sagt. „Die Testpflicht hat zwar zum einen die Stimmung getrübt, da einige Kunden nicht so mobil sind, um zu den Teststationen zu fahren. Zum anderen erhöhen die Tests aber auch die Sicherheit, allerdings haben wir ein so gutes Hygienekon-zept, unter anderem mit Luftreinigern, dass die Möglichkeit, sich bei uns anzustecken, sehr gering ist“, schildert Cupak die Situation.

Nicht mobile Kunden zur Teststation bringen

Wenn es notwendig ist und natürlich mit vorheriger Abstimmung, werden nicht mobile Kunden vom Friseurteam auch zu den Teststationen gefahren, damit ein Besuch im Salon wieder möglich wird. Angst vor einer erneuten Schließung hat Andrea Cupak jedoch schon: „Wir wollen gerne arbeiten und wir wollen keinesfalls, dass unsere Kunden wieder wochenlang auf einen Haarschnitt oder eine neue Farbe warten müssen. Das würde uns allesamt sehr unglücklich machen, wo wir doch sehr dahinter sind, das Ansteckungsrisiko so klein wie möglich zu halten.“

 

 

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