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„Manche verwechseln das Autofenster immer noch mit einem Abfalleimer“

Sevim Demir, 05.04.2021 07:15

BEZIRK ROHRBACH. Die Botschaft, dass man seinen Müll nicht einfach achtlos in der Umwelt entsorgt, ist mittlerweile in den meisten Köpfen verankert. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die das Autofenster mit einem Abfalleimer verwechseln, berichtet der Bezirksabfallverband Rohrbach.

Von Glasflaschen bis hin zu Kanistern ist abseits der Straßen so einiges zu finden. Foto: privat
Von Glasflaschen bis hin zu Kanistern ist abseits der Straßen so einiges zu finden. Foto: privat

Mit Säcken bewaffnet und einer Mission vor den Augen, sind aktuell 2.524 Teilnehmer aus 31 Gemeinden unterwegs, um im Rahmen der Flurreinigungsaktion „Hui statt Pfui“ die Umwelt von Plastik und Co. zu befreien. „Bis Ende März haben wir bereits fast 1.800 Säcke ausgegeben“, informiert der Bezirksabfallverband (BAV) Rohrbach.2008 fand die erste Sammelaktion statt. Aber wie hat sich seither die Müllsituation bei uns im Bezirk entwickelt? „Wer einmal bei der Flurreinigungsaktion dabei war, wird wahrscheinlich keine Abfälle achtlos wegwerfen oder beim Autofenster rausschmeißen. Die Kinder aus der ersten Aktion im Jahr 2008 sind erwachsen geworden und dementsprechend ist auch ein Rückgang erkennbar. Die Botschaft ist in den meisten Köpfen zwar gut verankert, aber es gibt noch immer viele Menschen, die sehr sorglos mit unserer Umwelt umgehen und das Autofenster mit einem Abfalleimer verwechseln“, berichtet der BAV. Auffallend viel Müll ist von der Rohrbacher Wirtschaftszeile Richtung Kreisverkehr auf der rechten Straßenseite zu sehen.

Wind trägt zum Littering bei

Papiertüten, Bierdosen und einiges mehr verschmutzen dort den Straßengraben: „Dieses Fleckerl ist generell ein „Hotspot“. Die dort angesiedelten Geschäfte haben fast alle einen Abfalleimer vor der Geschäftstür, und wenn der übergeht, trägt der Wind seinen Teil zum Littering bei“, wissen die Abfallberater des BAV. Gemeinden sind auch heuer wieder eingeladen, bei der Anti-Littering-Kampagne teilzunehmen. Dabei können gelbe Pfeile oder Schilder für eigene Aktionen (beispielsweise entlang von Güterwegen oder beliebten Fahrradstrecken) ausgeliehen werden, um auf Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen.

Zahlreiche Schüler im Bezirk Rohrbach machten sich auf, um Plastik vom Straßenrand und Wegen aufzusammeln. Auch eine Aktion wurde gestartet, um auf das Müllproblem aufmerksam zu machen. Hier geht's zum Artikel: www.tips.at/n/530734.

Als Littering wird die Verschmutzung des öffentlichen Raumes durch das achtlose Wegwerfen von Abfällen, Unrat und Müll bezeichnet.


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