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Vom Inzidenz-Weltmeister zum Vorbild: Militärkommandant Muhr beeindruckt vom Krisenmanagement in Rohrbach

Martina Gahleitner, 21.04.2021 13:48

ROHRBACH-BERG. Noch vor wenigen Monaten war der Bezirk Rohrbach trauriger Spitzenreiter bei den Covid-19-Inzidenzen. Jetzt schauen die Zahlen ganz anders aus und davon zeigte sich auch Brigadier Dieter Muhr bei seinem Besuch beeindruckt.

Landesrettungskdt. Reinhard Schmidt, Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner, OÖ Militärkommandant Dieter Muhr und Bezirksrettungskdt. Johannes Raab (v.l.) diskutierten über das Krisen-Management in der BH Rohrbach. (Foto: BH Rohrbach)

Der oberösterreichische Militärkommandant lobte das Covid-19 Krisenmanagement, das in der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach läuft. Durch ein geschicktes Krisenmanagement, enormes Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dem unbeugsamen Verbesserungswillen von Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner und kompetenter Beratung von Seiten des Roten Kreuzes, sei es gelungen, die Inzidenz entscheidend herunterzudrücken.

Bundesheer nicht angefordert

Gleichzeitig liegt man bei den Bearbeitungen in der Bezirkshauptmannschaft weit über dem Durchschnitt. „Das Bundesheer ist für das Kontaktmanagement in Rohrbach nicht angefordert worden. Doch ich habe immer Reserven für Rohrbach bereitgehalten, falls wir gebraucht worden wären“, sagte Muhr, der „großen Respekt“ vor der Leistung hat: „Das ermöglicht uns, Kräfte des Bundesheeres für andere Aufgaben verfügbar zu haben.“

Herausforderung für alle

Die Corona-Pandemie war und ist aber eine Herausforderung für alle, bestätigt Bezirkshaupftfrau Wilbirg Mitterlehner. „Die Bezirkshauptmannschaft als Gesundheitsbehörde ist erste Anlaufstelle für die regionale Covid-Krise und immer wieder kommen zusätzlich neue Aufgaben auf uns zu.“ Neben Probenentnahmen bei Verdachtsfällen, Kontaktdatenerhebungen und der Erstellung von Absonderungsbescheiden, Rechtsauskünften, der Organisation von Schutzausrüstung oder die regelmäßige Information der Bürgermeister hat der Krisenstab auch mit Grenzkontrollen oder der Bearbeitung von Entschädigungsanträgen zu tun. Auch der Start der Corona-Schutzimpfung war zu organisieren. „Wichtig ist, immer am Laufenden zu sein, denn in Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es umfassende rechtliche Grundlagen, Fachinformationen, Handlungsempfehlungen und allgemeine Informationsmaterialien, die sich laufend und oft täglich ändern und angepasst werden müssen“, ergänzt die Bezirkshauptfrau.

Ratlosigkeit im November 2020

Zu den angesprochenen hohen Zahlen Mitte November 2020, als der Bezirk Rohrbach weltweit die meisten Corona-Neuinfektionen hatte, meint Wilbirg Mitterlehner, dass Ratlosigkeit geherrscht habe. „Es gab für die hohen Infektionszahlen nicht wirklich eine Erklärung. Die hohe Zahl der Erkrankten war besorgniserregend, da damit verbunden die Kapazitäten im Klinikum Rohrbach an ihre Grenzen kamen. Mein Mitgefühl gilt allen Menschen, die durch Corona einen Angehörigen verloren haben“, ergänzt die Bezirkshauptfrau.

Starker Zusammenhalt

Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie zeigt sich der starke Zusammenhalt und das Miteinander für die Menschen in der Region als hilfreich. „Viele Freiwillige haben sich zur Unterstützung gemeldet. Auch wenn aufgrund der Komplexität und ständigen Änderungen die Einsatzmöglichkeiten oft begrenzt waren“, ist Wilbirg Mitterlehner dankbar und blickt angesichts der aktuell niedrigen Zahlen zuversichtlich in die Zukunft.


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