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BEZIRK ROHRBACH. Mit dem heimischen Wildbret können die Jäger aus der Region ein gesundes und qualitätsvolles Lebensmittel anbieten. Aktuell ist das Fleisch der jungen Rehböcke, der Maiböcke, zu haben.

  1 / 2   Jäger, so wie hier der junge Leonhard, tragen Verantwortung für Wild und Lebensraum. (Foto: Johannes Pfoser)

Gut 900 Jäger sind im Bezirk Rohrbach aktiv, die Verantwortung für Wild und Lebensraum tragen. „Mit der nachhaltigen jagdlichen „Ernte“ nutzen die Jäger den Überschuss – sozusagen die Zinsen der Natur und das, was natürlich nachwächst“, macht Bezirksjägermeister Martin Eisschiel auf die Bedeutung der Jagd aufmerksam. Da dürfen sich nicht nur die Jäger selbst freuen, für die die Einzeljagdausübung und Revierbetreuung gerade in Corona-Zeiten ein wesentlicher Erholungs- und Ausgleichsfaktor war, sondern auch Feinschmecker.

Natur, die man schmeckt

Denn Wildbret aus der Region ist ein wertvolles, natürliches Lebensmittel. Es stammt von Tieren, die in freier Natur ihr Futter selbst und uneingeschränkt auswählen können. Diese individuelle Nahrungsselektion ist wiederum ausschlaggebend für die Aromabildung des Fleisches. Durch die volle Bewegungsfreiheit der Wildtiere wird die Muskulatur optimal ausgebildet und durchblutet. Zartheit und Geschmack machen Wildfleisch deshalb zu einer Delikatesse. Es ist reich an Eiweiß, und dieser Proteingehalt übertrifft den des Fleisches von Schlachttieren. Noch dazu ist regionales Wildbret frei von Transport- oder Schlachtstress.

Frisches Wildbret bezieht man am besten unmittelbar bei der örtlichen Jägerschaft, die derzeit Wildbret vom Maibock anbietet.

Reh & Hase fühlen sich besonders wohl

Das Reh ist gemeinsam mit dem Feldhasen die Hauptwildart, die im Jagdbezirk Rohrbach zu finden ist. Abgesehen vom klimatisch rauen Böhmerwaldrücken finden beide Arten in der vielfältig strukturierten Landschaft von Wiesen, Feldern und Wäldern ideale Lebensräume vor. Das Vorkommen von Schwarzwild beschränkt sich großteils auf die Reviere entlang der Donauleiten sowie im Böhmerwald entlang der tschechischen Grenze; hier ist auch das Rotwild immer wieder als Wechselwild anzutreffen.

Im Einsatz für die Kitze

Jetzt im Mai und Juni wenden die Jäger enorm viele Stunden für die Kitzrettung auf. „Das ist auch für die Landwirtschaft ein großer Vorteil“, betont Eisschiel, der um ein gutes Miteinander von Landwirtschaft und Jagd bemüht ist.

Jagdbezirk Rohrbach: Der Bezirk Rohrbach hat eine Gesamtgröße von 82.000 Hektar, wovon der Waldanteil rund 40 % ausmacht. Auf dieser Fläche sind 40 Genossenschaftsjagdgebiete und 14 Eigenjagdgebiete verteilt. Ein Eigenjagdgebiet ist mindestens eine zusammenhängende Fläche von 115 Hektar, die im Alleineigentum steht und als solches festgestellt wurde. Der Rest ist grundsätzlich das genossenschaftliche Jagdgebiet, fast ident mit den Gemeindegrenzen. Das größte Jagdgebiet ist jenes vom Stift Schlägl (Eigenjagd) mit rund 6.500 ha, das kleinste mit 120 ha jenes der Agrargemeinschaft Haslach.


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