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ROHRBACH-BERG. Bei der umfassenden Kirchenrenovierung läuft die Restaurierung der Kunstwerke, Altäre und Bilder auf Hochtouren.

  1 / 3   Derzeit wird das Hochaltarbild von Peter Kalsner, Elisabeth Reith und Magdalena Hopfensperger gereinigt und für die Restaurierung vorbereitet. (Foto: Pfarre Rohrbach/Karl Niedersüß)

Seit wenigen Wochen sind in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt und der Diözese zwei Restauratoren-Teams mit bis zu acht Mitarbeitern in der Rohrbacher Pfarrkirche tätig, die die Kunstwerke der letzten Jahrhunderte fachgerecht restaurieren und bis Ende des Jahres im alten Glanz erstrahlen lassen. Gleich zu Beginn der Arbeiten war eine der größten Herausforderungen, das Altarbild des Hochaltars zu demontieren und vor Ort am Gerüst zu befestigen, damit auch die Rückseite der Restaurierung unterzogen werden kann. Freiwillige Helfer waren dabei eine wichtige Stütze für die Experten.

Das außergewöhnliche Gemälde von Franz Burgau, um 1700, stammt ursprünglich aus Spital am Pyhrn und wurde zu Fuß von Obermühl an der Donau nach Rohrbach gebracht. Neben dem Werk von Burgau ist aus Sicht von Restaurator Peter Kalsner, der für die Bilder verantwortlich ist, besonders das Altarbild des Marienaltars von Johann Philipp Ruckerbauer, um 1700, eines der Hauptwerke. Auch dieses wird wegen der Größe, und um das Umgebungsklima nicht zu verändern, vor Ort restauriert.

Herausfordernde Statuen

Eine besondere Herausforderung sieht das für die Kunstwerke und Altäre zuständige Team rund um Lukas Moser-Seiberl in der Vielzahl der Statuen, mit denen die Altäre verziert sind. Aus seiner Sicht ist es notwendig, diese prachtvollen Figuren nachhaltig zu konservieren und somit die Substanz zu erhalten. Durch die anschließende Restaurierung werden die ästhetischen und historischen Werte des Kunstwerks unter Respektierung des überlieferten Bestandes bewahrt. So kommt es etwa immer wieder vor, dass unter Farbschichten von früheren Eingriffen originale Bestandteile zum Vorschein kommen, erklärt Kalsner. „Hier gilt zunächst, dass Beiträge zu einem Kunstwerk aus allen Epochen respektiert werden müssen. Natürlich dürfen die Struktur und Gestalt des Kunstwerks nicht verändert werden.“

Weihnachten im neuen Glanz?

Wann die Arbeiten abgeschlossen werden können, hängt einerseits von den tatsächlichen Schäden, aber auch vom Raumklima im Winter ab. Pfarrer Alfred ist aber zuversichtlich, dass „bis zur Altarweihe am 25. Juli die Restaurierung der Kanzel, aber auch des Taufraums in der Annakapelle abgeschlossen ist“. Ende Juli soll mit dem Einrüsten und den Arbeiten an allen Altären im Kirchenschiff begonnen werden. Mit dem Abschluss der Restaurierung des Hochaltarbilds ist im September bzw. Oktober zu rechnen. Für den Rohrbach-Berger Pfarrer ist es eine Freude, dass nach der langen Pandemiezeit die Pfarrbevölkerung wieder gerne zur Messfeier kommt.

Dank an Helfer und Spender

„Trotz der langjährigen und aufwändigen Renovierungsarbeiten stehen immer noch Freiwillige zur Verfügung und die Bevölkerung steht hinter der Renovierung“, ergänzt die Obfrau des Pfarrgemeinderats, Leopoldine Zeller. Spenden für die letzte Etappe der Kirchenrenovierung sind über die Spendenkonten bei der Raiffeisenbank und Sparkasse möglich.


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