Schlange Lou und ihr Abenteuer im abendlichen Wald
NEBELBERG. Was macht Schlange Lou, wenn sie in ihrer Schwanzspitze ein rätselhaftes Kribbeln spürt? Sie macht sich auf die Suche nach dessen Ursache – und das dauert ein ganzes Kinderbuch lang. Geschrieben hat dieses ein junger Papa und Lehrer aus Nebelberg, der den Corona-Lockdown kreativ genutzt hat.

Die Idee zum Buch und erste Reime und Skizzen dazu hatte David Huber-Pfeil schon 2018, noch bevor seine heute zweijährige Tochter zur Welt kam. „Das Vater-sein und die Arbeit haben mich dann ein wenig von diesem Nebenprojekt abgehalten“, erzählt der in Linz lebende gebürtige Nebelberger. Er hat sich auch an einer digitalen Umsetzung versucht, was aber nicht funktioniert hat. Also nutzte der 34-jährige Werk- und Zeichenlehrer am Stiftsgymnasium Wilhering während des Corona-Lockdowns die Zeit zu Hause und stellte sein Buchprojekt fertig. „Ich kaufte Farben und ein paar Aquarellblocks und saß oft bis spät in die Nacht hinein bei meinen Bildern.“ Das Ergebnis: eine zeitlose Einschlafgeschichte voller Reime in bewusst geschlechtsneutraler Sprache und liebevoller Illustrationen rund um die Schlange Lou, die so lang ist, dass sie sich durch das ganze Buch erstreckt. Lou möchte richtig fest schlafen, aber am anderen Ende kribbelt was. Der Weg zum Ende ist aber weit und unterwegs tauchen allerlei Tiere auf – und immer wieder die Frage, woher dieses Kribbeln bloß kommt.
Einschlafen leicht gemacht
„Lous kleines Abenteuer im abendlichen Wald ist eine Geschichte zum Vorlesen und Mitmachen für Kinder ab zwei Jahren. Mit jeder Seite steigt die Spannung, denn Lou malt sich immer schrecklichere Dinge aus, was am Ende passiert – und ahnt nicht, dass das Einschlafen ganz leicht fallen wird“, beschreibt Huber-Pfeil sein Werk, das es jedoch noch nicht in Buchform gibt.
Crowdfunding soll Buch finanzieren
„Ich habe mein Projekt an sicher 70 Kinderbuchverlage im deutschsprachigen Raum geschickt, aber lediglich ein paar kleinere Verlage hatten Interesse – aber kein Geld dafür und ich hätte selbst mitfinanzieren müssen“, erzählt der Autor und Illustrator, der bereits ein Kinderbuch über eine kleine Krähe und einen Comic veröffentlicht hat. Weil er überzeugt war, dass das Buch gut ist – „es funktioniert mittlerweile ja super zum Vorlesen bei meiner Tochter“ –, ließ er sich auch nicht verunsichern und startete ein Crowdfunding. Auf der gemeinnützigen Plattform www.startnext.com findet seine Buchidee viel Anklang. „So kann ich nun die Herstellung viel besser planen“, freut sich der Mühlviertler, der mit seiner Frau gerade das zweite Kind erwartet. Bis 1. November kann das Projekt noch unterstützt werden, dann soll die Geschichte von der Schlange Lou als hochwertiges Hardcover-Buch gedruckt werden.


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