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DONAU-AMEISBERG. Zum Ende der Silvesterknallerei ruft auch heuer der Verein Lebensraum Donau-Ameisberg auf und führt zahlreiche Argumente ins Feld.

Der Lebensraum Donau-Ameisberg appelliert, der Umwelt zuliebe auf Böller und Raketen zum Jahreswechsel zu verzichten. (Foto: Ralf Maassen (DTEurope)/Shutterstock.com)

Alljährlich zu Silvester werden hunderttausende Feuerwerke und Böller gezündet. „All diese Kracher sind Umweltbomben, die Giftstoffe, wie Strontium, Arsen, Blei, Selen und Cäsium enthalten und sowohl Mensch als auch Natur massiv belasten“, macht der Vereinsvorstand deutlich. Zudem werde durch diese Feuerwerke mehr gesundheitsgefährdender Feinstaub in die Luft gesprengt als durch den gesamten Autoverkehr während eines ganzen Jahres. „Dieser Feinstaub ist besonders gesundheitsgefährdend, weil er tief in die Lunge eindringen und so den menschlichen Organismus nachhaltig schädigen kann.“

Belastung für Mensch und Tier

Aber nicht nur deshalb appelliert der Lebensraum Donau-Ameisberg, auf die Knallerei zu verzichten: Für viele ältere und kranke Menschen stellt diese eine Belastung dar; ebenso wie für viele Tiere, für die die Silvesternacht zur reinsten Qual wird. Jedes Jahr werden in Österreich etwa 600 Menschen bei Unfällen mit Böllern und Raketen verletzt und zahlreiche Brände dadurch verursacht. Nicht zuletzt bleibt überall der Müll von abgeschossenen Feuerwerkskörpern liegen. „Bei vernünftiger Betrachtung kann dies nur zur Erkenntnis führen, dass es besser ist, von diesen Umweltbomben nicht Gebrauch zu machen“, ist man beim Verein überzeugt. „Wir rufen die Bevölkerung auf, heuer auf den Einsatz von Feuerwerkskörpern zu verzichten“, sagen die Vorstandsmitglieder.

Sie würden sich freuen, wenn es viele Nachahmer gibt, die sich um eine Alternative zur Böllerei bemühen. Auch viele Hilfsorganisationen bitten, anstatt Millionen Euro für Böller und Raketen auszugeben, das Geld lieber Not leidenden Menschen zu spenden.

Mutter Erde spricht

All jene, die sich durch Argumente nicht von einer Silvesterknallerei abhalten lassen, möchte der Lebensraum Donau Ameisberg mit diesem Gedicht wachrütteln.

Ihr habt mir großen Schmerz bereitet / habt mich verletzt und ausgebeutet.

Seit Ewigkeit hab ich euch gegeben, / was alles ihr gebraucht zum Leben.

Ich gab euch Wasser, Nahrung Licht / und lang hieltet ihr das Gleichgewicht.

Habt urbar mich gemacht, gepflegt, / was ich euch bot, betreut, gehegt.

Doch in den letzten hundert Jahren / ist Satan wohl in euch gefahren.

Was in mir schlummert, wird geraubt, / weil ihr es zu besitzen glaubt.

Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen, / verschmutzt die Meere, Flüsse und auch Quellen,

umkreist mich sinnlos Tag und Nacht, / seid stolz, wie weit ihr es gebracht.

Habt furchtbar mich im Krieg versehrt, / kostbaren Lebensraum dabei zerstört,

habt Pflanzen, Tiere ausgerottet / und alle Mahner auch verspottet.

Kennt Geldgier, Geiz und Hochmut nur / und nur Wenige respektieren die Natur.

D´rum werde ich jetzt Zeichen setzen / und euch, so wie ihr mich, verletzen.

Ich werde keine Ruhe geben / an allen meinen Teilen beben.

Schick euch Tsunamiwellen hin, / die euere Strände überzieh´n.

Vulkane werden Asche spein, /verdunkelt wird die Sonne sein.

Trockenheit und Dürre werden durch die Lande zieh´n, / Feuer und Wasser wird euch bedrängen und ihr müsst flieh´n.

Ich bringe Wirbelstürme, Regen, / bald werden Berge sich bewegen.

Was himmelhoch ihr habt errichtet, / mit einem Schlag wird es vernichtet.

Ich kann es noch viel ärger treiben, / d´rum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!

Hört Menschen, was ich euch will sagen, / ich lass nur ab von diesen Plagen,

wenn ihr mich behandelt, wie ich´s verdient, / werd´ ich sein, wie eine Mutter zu ihrem Kind.

Dieses Gebot zu halten wäre eure Pflicht, / bedenkt, ihr braucht mich, ich euch nicht.


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