Fotoschätze über alte Wirtshäuser kamen gut an
KOLLERSCHLAG. Kollerschlags Gasthäuser im Laufe der Jahrhunderte konnten die Besucher beim Topothek-Nachmittag entdecken.

In der Grenzgemeinde zu Bayern gab es im Laufe der Zeit insgesamt 18 Wirtshäuser, von denen derzeit noch zwei bestehen. Zusätzlich kamen zwei Cafes, das Tankstellen-Bistro und ein Fleischhauerei-Imbiss dazu und im nächsten Jahr wird sogar ein Glorious Bastards-Restaurant im neuen Hotel der Firma Loxone eröffnet.
Ältester Gastrobetrieb ist der Altenhofer Tavernenwirt (jetzt Gasthaus Grenzlos, vormals Leitner, Schartner), der bereits 1570 nachgewiesen wurde. Der Rannariedler Tavernenwirt und Brauer (ehemals GH Wöß, vorm. Stöbich Hans, seit 2016 geschlossen) dürfte auch schon vor seiner ersten Erwähnung 1676 in Betrieb gewesen sein. Drei Wirtshäuser hatten eine Vergangenheit als ehemalige Mauthäuser an der Grenze: der Bachwirt in Fuchsödt, die Kantin in Kollerschlag und das Rasthaus in Hanging, alle drei gehören der Vergangenheit an. Hervorzuheben ist auch das Haus Markt 1, vor der Kirche, das als „Hölzerne Wohnung“ für den zweiten Pfarrer begann und seit 1808 Sitz einer Fleischhauerei ist. Diese besteht heute noch unter Hannes und Susi Lauss (vormals Brunnbauer); von 1867 bis 2008 war auch ein Wirtshaus dabei.
Der ehemalige Bürgermeister Franz Saxinger und Topothekar Ignaz Märzinger lieferten die Informationen zu den vielen historischen Fotos aus Kollerschlag, die auf Großleinwand gezeigt wurden. Für musikalische Gestaltung war ebenfalls gesorgt.. Die freiwilligen Spenden der rund 100 Besucher wurden vom Veranstalter, dem Kulturverein Grenzgänger Kollerschlag, für die Ukrainehilfe gespendet.


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