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Landjugend im Blick: Warum sich junge Leute ehrenamtlich für die Gemeinschaft engagieren

Martina Gahleitner, 05.06.2022 17:11

BEZIRK ROHRBACH. „Es macht einfach Freude, gemeinsam etwas zu organisieren und zu sehen, wie unsere Arbeit Früchte trägt.“ Für Bezirksleiterin Maria Kehrer ist die Gemeinschaft innerhalb der Landjugend einfach einmalig.

  1 / 5   Das aktive Landjugend-Team stellt Veranstaltungen auf die Beine und beteiligt sich an Wettbewerben und Projekten. (Foto: LJ Bezirk Rohrbach)

Viele verschiedene Charaktere aus verschiedenen Orten und Freundeskreisen helfen zusammen und verfolgen ein gemeinsames Ziel. „Natürlich ist dies meist mit viel Arbeit verbunden, doch die Freude und die positiven Rückmeldungen, die von Besuchern einer Veranstaltung kommen, machen vieles wieder wett. Für mich als Bezirksleiterin gibt es nichts Schöneres, als auf eine Veranstaltung zurückzublicken und sagen zu können: Es woa geil“, sagt Maria Kehrer. Am meisten freut sie aber, wenn sie merkt, wie in jungen Mitgliedern das Landjugendfeuer entfacht wird und diese erkennen, „wie unbeschreiblich Landjugend ist. Zudem bestätigt dies, dass die ehrenamtliche Zeit, die wir investieren, nicht verschwendet ist“, sagt die junge Putzleinsdorferin.

Emsiges Team

Neben ihr und dem Niederwaldkirchner Andreas Hartl in der Bezirksleitung sind noch sieben weitere Funktionäre aus Sarleinsbach, St. Johann, Niederwaldkirchen, Oepping-Peilstein und Putzleinsdorf im Bezirksvorstand der Landjugend tätig. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen, der sich aus nahezu fremden Personen zu einer richtigen Freundesgruppe entwickelt hat. Dazu kommen elf Landjugend-Ortsgruppen mit motivierten Vorständen und aktiven Mitgliedern.

Mehr als organisieren

Gemeinsam wurden heuer schon einige Veranstaltungen auf die Beine gestellt: etwa der erfolgreiche Sensenmäh-Wettbewerb oder der Forstbewerb, bei dem nach mehreren Jahren Pause die Teilnehmenden Geschicklichkeit und Geschwindigkeit beim Umgang mit der Motorsäge zeigten. Ein Frühschoppen, der Bezirkslandjugendball im Herbst oder verschiedenste Bezirksbewerbe und Projekte zählen zum täglichen Brot der Landjugendarbeit. „Landjugend ist aber mehr als organisieren, arbeiten und Verantwortung tragen“, verdeutlicht die Bezirksleiterin, „das Feiern und Genießen ist mindestens so wichtig und gehört dazu, um die Freude am Tun nicht zu verlieren.“

Mitte August wartet ein weiteres großes Highlight: Alle Mühlviertler Bezirksvorstände veranstalten gemeinsam das erste Landjugend-Lager mit Lagerspielen, Zeltplatz und guter Musik und Kulinarik.

Aktive Zeit ist begrenzt

Die aktive Zeit bei der Landjugend ist auf ein paar Jahre beschränkt, doch der Wechsel der aktiven Persönlichkeiten hat auch seine Vorteile, ist Maria Kehrer überzeugt: „Dadurch reißt die Motivation nicht ab und neue Charaktere und Persönlichkeiten erweitern den Freundeskreis jedes Einzelnen immer wieder aufs Neue.“ In der Landjugend entsteht ein „unbezahlbares Gemeinschaftsgefühl und jeder kann über sich hinauswachsen, sich entfalten, sich ehrenamtlich als Funktionär engagieren und dabei wertvolle Erfahrungen für das Leben sammeln“, sagt Kehrer. „Wir schaffen Rahmenbedingungen, die es Jugendlichen im ländlichen Raum ermöglichen, mit Begeisterung und auf freiwilliger Basis ein lebendiges Programm für junge Menschen zu entwickeln, das die einzelnen Persönlichkeiten stärkt und junge Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Alter und Ausbildung verbindet.“

Am Sonntag, 18. September findet in der Linzer Innenstadt das größte Erntedankfest des Landes statt: ooe.landjugend.at/schwerpunkte/kultur-brauchtum/erntedankfest


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