Altenfeldner Kirchenchor klingt projektbezogen als Pop up-Chor weiter
ALTENFELDEN. Ein musikalisches Trio nimmt sich der Weiterführung des Altenfeldner Kirchenchors an und lädt alle Singbegeisterten ein, beim ersten Pop up-Chor mitzumachen.

Lang ist es ruhig gewesen um den Kirchenchor in Altenfelden. Auch Corona-bedingt, aber vor allem, weil der langjährige Chorleiter Reinhard Lehner Abschied genommen hatte. 44 Jahre lang hat er den Kirchenchor geleitet und auf ein sehr hohes musikalisches Niveau geführt. Mit ihm hat auch Organistin Elisabeth Pettrich nach 54 Jahren ihre Tätigkeit verändert. „Sie spielt zwar noch an der Orgel, aber keine Hochämter mehr“, berichtet Liturgieausschuss-Obfrau Anneliese Brunnthaler, die sich deshalb auf die Suche nach Chorleiter und Organisten machen musste. Nach vielen Anfragen, auch in den Nachbarspfarren, und ebenso vielen Absagen ergab sich die Lösung bei einem „sehr inspirierenden Gespräch“ mit Elisabeth Kainberger und Judith Azesberger. „Gemeinsam konnten sie sich vorstellen, projektbezogen einen Chor zu leiten. Und mit Christoph Eidenberger aus Kirchberg konnten wir auch einen Organisten für unser Vorhaben begeistern“, freut sich Brunnthaler, dass das Werk von Reinhard Lehner in neuer Form fortgesetzt wird.
Jeder ist eingeladen
Gestartet wird mit sechs Proben und einer Aufführung zu Allerheiligen. Elisabeth Kainberger lädt zum Mitmachen ein: „Wir brauchen alle – den harten Kern des bisherigen Kirchenchors ebenso wie neue, junge Singbegeisterte.“ Sie freut sich, dass sich etwa schon ehemalige Volksschülerinnen, die jetzt in der Mittelschule sind, bei ihr gemeldet haben. Gesungen werden spirituelle Lieder in deutsch und englisch. „Das Programm soll anspruchsvoll, aber nicht zu schwierig sein, damit jeder mitsingen kann“, sagt die VS-Lehrerin. Nach dem Auftakt zu Allerheiligen werde man dann schauen, wie es ankommt und wie es weitergeht.
Für Kainberger könnte dieses Modell auch eine Anregung für andere Pfarren sein, denn vielerorts haben Kirchenchöre mit Nachwuchsproblemen und fehlenden Chorleitern zu kämpfen.


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