Ukrainerin hilft ihren Landsleuten im Kriegsgebiet
AIGEN-SCHLÄGL. Hilfe für die kriegsgeplagten Menschen in der Ukraine organisiert Alina Schuster mit Hilfe der Pfarre Aigen-Schlägl.

Zwölf Tage lang war die gebürtige Ukrainerin, die seit 2006 in Aigen-Schlägl lebt, in ihrer alten Heimat, um zum einen ihre Eltern, Familie und Freunde wieder zu sehen, vor allem aber, um zu helfen. Dafür hat sie gleich zu Beginn des Krieges mit ihrer Schwester und Freundinnen den Verein „Happy Women“ gegründet. „Zweimal haben wir Transporte mit Hilfsgütern organisiert, jetzt beim dritten Mal wurden Spenden gesammelt und direkt vor Ort eingekauft“, berichtet Alina Schuster. Lebensmittel, Windeln, Brei, Hygieneartikel, Medikamente konnten zielgerichtet an Frauen mit kleinen Kindern und Senioren verteilt werden. „Die Kinder und Erwachsenen sind so dankbar und freuen sich über jede Kleinigkeit“, erzählt die Wahl-Mühlviertlerin.
Ukrainer wollen Unabhängigkeit
„Nach achteinhalb Monaten Krieg herrschen vor allem Zorn und Wut wegen der russischen Angriffe. Je mehr Angriffe es gibt, je mehr zerstört wird, umso mehr halten die Leute zusammen“, sagt Alina Schuster. Die Ukrainer stehen zu ihrer Regierung – und umgekehrt. Einen besseren Präsidenten könne man sich nicht wünschen, davon seien die Menschen überzeugt. „Sie wollen ihre Unabhängigkeit – da nehmen sie selbst Kälte oder Dunkelheit in Kauf“, weiß die Aigen-Schläglerin nach ihrem Aufenthalt, bei dem sie auch miterlebt hat, wie der Alltag immer wieder durch Alarmierungen gestört wurde.
Schuster sammelt weiterhin Geld für die Ukraine und betont: „Diese Hilfe kommt wirklich bei den Menschen an, die sie dringend brauchen.“


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