Gerhard Wünsche verstorben: Sein reiches Schaffen macht ihn unvergessen
PFARRKIRCHEN. Ein großer Meister ist nicht mehr: Gerhard Wünsche, der sich als Wahlmühlviertler in Pfarrkirchen angesiedelt hat, starb kurz vor seinem 82. Geburtstag.

In unserer Region und darüber hinaus findet man überall künstlerische Spuren, die der akademische Bildhauer und Maler hinterlassen hat: Angefangen vom Sommerhaus des Stiftes Schlägl, wo er die Freskenmalerei an Decken und Wänden ausgeführt hat, über die Labyrinthe in Hofkirchen, die Restaurierung des Orgelsaals in Pürnstein oder zahlreicher historischer Orgelgehäuse, die künstlerische Gestaltung der neuen Kirchenglocken für die St. Anna-Kirche in Steinbruch bis hin zu Schulgebäuden, die zusammen mit Kindern künstlerisch gestaltet wurden oder dem Ochsenbauern, der am Rohrbacher Stadtplatz sitzt. Auch mehrere Cembali aus der Werkstätte von Martin Pühringer wurden von ihm bemalt.
Wissen weitergeben
Ins Mühlviertel hat sich der gelernte Kirchenmaler, Vergolder und Restaurator, der später unter den berühmten Professoren Wotruba und Böckl in Wien Bildhauerei und Malerei studierte, während seiner Arbeit verliebt. Nachdem ihn diese immer wieder in die Gegend führten, zog der gebürtige Salzburger schließlich 1978 mit seiner Familie nach Pfarrkirchen. Hier in seiner Werkstatt entstanden – stets bei klassischer Musik – seine Kunstwerke. Hierher lud er aber auch gerne Kindergarten- und Schulgruppen ein. Denn die Weitergabe seines umfangreichen Wissens war ihm stets wichtig, vor allem auch an seine Studenten an der Linzer Kunstuni. Wünsche folgte als Bildhauer und Maler der Tradition der alten Meister und verstand es in einzigartiger Weise, alle Materialien zu bedienen – Leinen, Papier, Holz, Eisen, Stein. Er schaffte eine Symbiose zwischen alter Tradition und der Moderne. Wichtig war ihm auch der Umgang mit der Natur. Vor allem die Genmanipulation hat ihn sehr beschäftigt und in vielen seiner Werke Ausdruck gefunden.


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