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Von der Station zur Abteilung: Primaria Pia Neundlinger will Kinderabteilung zukunftsfit halten

Martina Gahleitner, 31.08.2023 12:39

ROHRBACH-BERG. Seit Juni wird die bisherige Kinderstation am Klinikum Rohrbach als Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde geführt. Zur Primarärztin wurde Pia Neundlinger bestellt – damit werden nun drei von acht Abteilungen im Spital von Frauen geleitet.

  1 / 2   Kinderärztin Pia Neundlinger (r.) mit ihren Primaria-Kolleginnen Romana Palmanshofer (l.) und Julia C. Röper-Kelmayr (Mitte) (Foto: OÖG)

Pia Neundlinger ist nach ihren Kolleginnen Julia Röper-Kelmayr (Radiologie) und Romana Palmanshofer (Akutgeriatrie) die dritte Primaria am Klinikum Rohrbach, das somit den höchsten Frauenanteil im Bereich der Abteilungsleitungen in ganz Oberösterreich hat. Darüber freut sich auch der Ärztliche Direktor Wolfgang Tenschert: „Wir etablieren unser Krankenhaus als Vorreiter im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter bei den Führungsfunktionen.“ Vor allem freut er sich, mit Pia Neundlinger eine „äußerst kompetente Medizinerin“ an der Spitze der Kinderabteilung zu haben: „Schon jahrelang hat sie als Oberärztin die Kinderstation geleitet und Eltern und ihre Kinder wissen sich hier in besten Händen“, spricht Tenschert den ausgezeichneten Ruf der Kinderabteilung an.

Erweiterung ist Wunsch

Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern kennt die Pädiaterin die Bedürfnisse der jungen Patienten. “Mein Ziel ist es, die Kinder- und Jugendabteilung am Klinikum Rohrbach zukunftsfit zu halten, damit auch weiterhin die Betreuung unserer jungen Patienten in ihrer Wohnregion auf dem letzten Stand der Medizin sichergestellt ist“, betont Pia Neundlinger. „Mit einem derart motivierten Team aus Pflege und Ärzteschaft wird uns das ganz sicherlich gut gelingen.“ Außerdem soll ein Konzept erarbeitet werden, um die Kinderambulanzbereiche entsprechend räumlich zu erweitern und kindgerecht zu gestalten. „Das Wichtigste ist, dass sich Kinder und Jugendliche gut aufgehoben fühlen“, ergänzt die Medizinerin.

Tipps zur Selbsthilfe

Die Rohrbach-Bergerin, deren Großvater Josef Wolfinger viele Jahrzehnte lang Gemeindearzt in Haslach war, ist leidenschaftliche Kinderärztin. Sie merkt, dass viele Eltern mit zunehmenden Informationsangeboten überfordert sind und das Vertrauen in die eigenen Instinkte verloren geht. „Aus Angst, etwas falsch zu machen, kommen sie immer häufiger überstürzt mit dem Kind ins Krankenhaus. Wir sind rund um die Uhr für Kinder und Jugendliche da, aber zu Ordinationszeiten sollte grundsätzlich der Hausarzt oder der Kinderfacharzt aufgesucht werden“, sagt Neundlinger. Gesundheitsberatung gibt es zudem rund um die Uhr unter der Telefonnummer 1450.

Die Kinderärztin empfiehlt auch, eine kleine Hausapotheke für Kinder bereit zu halten (siehe Infokasten); ebenso können Omas Hausmittel, wie Essigpatscherl, Topfel- oder Zwiebelwickel oder feuchte Tücher im Raum gegen Erkältung, hilfreich sein. „Bei einem unguten Bauchgefühl der Eltern oder wenn sich der Zustand nicht verbessert, sollte aber ärztliche Hilfe geholt werden“, betont sie.

Das Klinikum Rohrbach informiert auf der Webseite, wie  man sich bei manchen Erkrankungen selber helfen kann. Für Eltern sind 20 Infoblätter zu Pflege, Ernährung, Schlafthemen und Kinderkrankheiten zu finden, die allesamt Informationen und Empfehlungen enthalten, wie sie Primaria Neundlinger und ihr Team auch im Alltag geben (www.ooeg.at/patientenorientierung - Häufige Beschwerden)

Das gehört in die für Kinder unzugängliche Hausapotheke:

* Digitales Fieberthermometer

* Kirschkernkissen oder Wärmeflasche (Achtung vor Verbrennungen!)

* Kühlkompressen (Nicht auf die Haut direkt auflegen!)

* Sterile Wundschnellverbände und Pflaster in verschiedenen Größen

* Ibuprofen-Produkte gegen Schmerzen und Fieber, entzündungshemmend

* Paracetamol-Produkte gegen Schmerzen und Fieber

* Hustensaft & Nasentropfen

* Wunddesinfektion, Wund- und Heilsalbe für kleinere Verletzungen

* Antihistamin-Gel bei Insektenstichen

* Tropfen bei Blähungen

* Pinzette und Zeckenzange


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