So wird die eigene Lebensgeschichte als hörbare Erinnerung weitergegeben
ST. MARTIN. Eine bleibende Erinnerung soll das „Lebenshörbuch“ sein, das Daniela und Armin Eichinger in ihrem Tonstudio in St. Martin schwerkranken Menschen ermöglichen. Das erste davon wollen sie verschenken.

Von einem Verein in Deutschland hat sich das St. Martiner Ehepaar inspirieren lassen, ebenfalls einen hörbaren persönlichen Nachlass anzubieten. „Das Lebenshörbuch ist speziell an Menschen gerichtet, die sich in tragischen gesundheitlichen Lebenssituationen befinden. Die unheilbar krank sind und nur noch eine beschränkte Lebenszeit hier auf Erden verbringen dürfen und gerne ihren zurückbleibenden Kindern, Lebenspartnern, ihren Liebsten ihre Stimme und ihre Lebensgeschichte, ihre Erfahrungen oder persönlichen Wünsche in Form eines ganz persönlichen Hörbuches hinterlassen und für den weiteren Lebensweg mitgeben möchten“, beschreibt Daniela Eichinger das Projekt. „Mütter oder Väter, die viel zu früh Abschied nehmen müssen, können damit ihre Worte und Gedanken aufnehmen und ihren Kindern schenken, die vielleicht jetzt noch zu klein sind, später aber dafür dankbar sein werden.“ Das sei auch für die Eltern tröstlich, ist sie überzeugt.
Individuell gestaltet
Das nötige Werkzeug dazu steht mit dem Tonstudio ebenso bereit, wie Know-how, um professionelle Aufnahmen zu produzieren. Das Lebenshörbuch wird in gemeinsam erarbeitete Kapitel eingeteilt und kann mit persönlichen Lieblingsliedern, dezenter Hintergrundmusik oder Naturgeräuschen individuell gestaltet werden. „Der Fantasie und Kreativität sollen hier Tür und Tor offenstehen, um alle Herzenswünsche abzudecken“, sagt die St. Martinerin.
Erstes Hörbuch wird verschenkt
Ihr erstes Lebenshörbuch-Projekt möchten Daniela und Armin Eichinger gerne verschenken. Und zwar an eine Person, die sich in genau solch schwierigen Lebensumständen befindet. Wer sich damit einen Herzenswunsch erfüllen möchte, kann sich per Mail an lial@gmx.at melden. „Sollte es mehrere Anfragen geben, werden wir unser Geschenk derjenigen Person zukommen lassen, bei der die Dringlichkeit oder die Umstände am meisten dafürsprechen.“


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