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16 Tage gegen Gewalt an Frauen: Weil jeder Frauenmord einer zuviel ist

Martina Gahleitner, 25.11.2023 12:34

ROHRBACH-BERG. Zum Start der Aktionstage 16 Tage gegen Gewalt an Frauen – von 25. November bis 10. Dezember – haben Frauennetzwerk und Soroptimistinnen die Fahne „gewaltfrei leben“ am Rohrbacher Stadtplatz gehisst. Diese soll daran erinnern, dass Frauen und Mädchen nach wie vor besonderen Schutz brauchen.

Das Frauennetzwerk-Team und die Rohrbacher Soroptimistinnen hissten gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Stadträtin Bettina Stallinger die Fahne "gewaltfrei leben", um auf Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. (Foto: Gahleitner)
photo_library Das Frauennetzwerk-Team und die Rohrbacher Soroptimistinnen hissten gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Stadträtin Bettina Stallinger die Fahne "gewaltfrei leben", um auf Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. (Foto: Gahleitner)

Österreichweit gab es heuer bereits 28 Morde an Frauen; jede dritte Frau ist von körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen. „Österreich hat ein ernstzunehmendes Problem mit Männergewalt“, sagt Jutta Müller, Geschäftsführerin des Frauennetzwerks Rohrbach. „In einer modernen Gesellschaft sollen Frauen gewaltfrei leben können – das müsste eigentlich selbstverständlich sein.“

Dass dem nicht so ist, zeigen die offiziellen Zahlen: Im Jahr 2020 gab es 34 ausgesprochene Betretungs- und Annäherungsverboten im Bezirk Rohrbach, im Vorjahr lag die Zahl bei 45 und „heuer sind es bis 31. Oktober schon 41 Betretungs- und Annäherungsverbote. Das bedeutet einen Anstieg von mehr als 20 Prozent gegenüber 2020“, schildert Müller. Dazu kommt die hohe Dunkelziffer, weil Opfer einer Gewalttat aus Scham oft schweigen. „Es ist an der Zeit dieses Thema zu enttabuisieren und die Unterstützung bei Bedarfsfall auszubauen.“

Zusage für zwei Plätze für Frauen

Das Frauennetzwerk Rohrbach begleitet Frauen bei häuslicher Gewalt, Stalking und sexuellen Übergriffen. Dank der Kooperation mit dem Gewaltschutzzentrum Oberösterreich werden betroffene Mädchen und Frauen bis zur Wegweisung professionell begleitet. „Nach der Wegweisung geht es darum, den Scherbenhaufen aufzuräumen, um Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln. Das heißt oftmals auch, eine neue Wohnung zu suchen, eine existenzsichernde Beschäftigung aufzunehmen und die Trennung oder Scheidung zu vollziehen“, ergänzt Jutta Müller. Umso mehr freut sie sich über die Zusage für eine Übergangswohnung im Bezirk Rohrbach. Zwei sichere Plätze für Frauen und ihre Kinder werden dort geschaffen.

Neues Luisa ist da-Lokal

Mit dem Präventionskonzept „Luisa ist da“ setzt auch die Gastronomie ein Zeichen gegen sexuelle Belästigung und Gewalt. Nach Pionierin Daniela Froschauer in ihrer Burnsbar in Rohrbach-Berg ist nun auch das Pub s“LeBen in Aigen-Schlägl ein Luisa ist da-Lokal.


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