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Wie eine Maschinenhalle zu einem gemütlichen Wohnhaus wurde

Martina Gahleitner, 17.04.2024 11:21

PUTZLEINSDORF. Ein ungewöhnliches Bauprojekt haben Bernhard Schaubmayr und Roswitha Haudum realisiert: Sie haben eine Maschinenhalle mitsamt angebautem Schlachtraum aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Putzleinsdorf rausgekauft und sich dort ihre Wohnträume erfüllt.

Bernhard Schaubmayr, Roswitha Haudum mit Luis und Teresa vor ihrem Zuhause, das zuvor eine Maschinenhalle war. (Foto: Gahleitner)
photo_library Bernhard Schaubmayr, Roswitha Haudum mit Luis und Teresa vor ihrem Zuhause, das zuvor eine Maschinenhalle war. (Foto: Gahleitner)

Dort wo jetzt der Eingangsbereich und das Bad zu finden sind, war einst das Schlachthaus; im jetzigen Wohnbereich sind früher die Traktoren gestanden. Von der einstigen Nutzung merkt man heute natürlich nichts mehr. „Eigentlich sind nur die Außenmauern und ein paar Säulen der Maschinenhalle stehen geblieben. Da haben wir uns austoben können“, erinnert sich Bernhard Schaubmayr, der mit seiner Initiative einen „Denkanstoß geben möchte, dass man bestehende Gebäude adaptieren und anders nutzen kann. Es muss nicht immer ein Neubau sein“. Roswitha Haudum, die eigentlich ganz aufs Häuslbauen eingestellt war, bestätigt: „Auch aus Bestehendem kann man etwas Schönes machen.“

2019 hat das Paar das 1997 errichtete Gebäude nahe Putzleinsdorf vom Vorbesitzer übernommen, alles ausgeräumt und mit dem Umbau begonnen. Nur ein Teil musste abgerissen werden, um die Gebäudeabstände einzuhalten. Der Innenausbau erfolgte in Holzriegelbauweise mit eingeblasener Zellulose. „Mir war wichtig, dass ich möglichst viel selber machen kann, um Geld zu sparen“, sagt der gelernte Steinmetz, der jetzt als Bauhofleiter der Gemeinde arbeitet. Die Hausbesitzer haben außerdem darauf geschaut, bestehende Öffnungen wieder zu nutzen. Zwei ehemalige Tore zum Beispiel sind jetzt die beiden Küchenfenster.

Holz dominiert

Während im Erdgeschoß der großzügige, offen gehaltene Wohnbereich mit Wohnzimmer, Esszimmer und Küche dominiert, sind die Schlafräume einen Stock höher zu finden. Ein Teil der alten Stiege blieb erhalten und führt ins Obergeschoß. Hier heroben, wo trotz der eingezogenen Decke noch viel vom alten Dachstuhl sichtbar ist und überhaupt viel mit Holz gearbeitet wurde, sei es wie Urlaub, sagen die beiden. Und auch ihre Kinder Luis und Teresa fühlen sich sichtlich wohl.

Wohlfühlen auf 340 m2

340 Quadratmeter Wohnfläche hat das Paar somit geschaffen und nach ihren Wünschen gestaltet. Dazu kommen rund 3.000 Quadratmeter Nutzfläche, die sie mitgekauft haben und auf denen Hühner, demnächst auch Hasen, gehalten werden und Gemüse für den Eigenbedarf wachsen soll. Bernhard und Roswitha geben gerne einen Einblick in ihr Zuhause und darüber, wie dieses entstanden ist.


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