Rohrbach-Berger Stadtgeschichte hält noch viele Geheimnisse bereit
ROHRBACH-BERG. Das Rohrbach-Berger Stadtarchiv ist ein wahrer Schatz alten Wissens. Albert Ettmayer arbeitet als geprüfter Heimatforscher die Geschichte auf und findet immer wieder neue historische Quellen von Dingen, die längst in Vergessenheit geraten sind.

Dass das Mühlviertel einst ein eigener Wehrbezirk war und ursprünglich nur aus der Region Rohrbach bestand, ist eine solche historische Tatsache. Die Gegenden um Freistadt und Perg wurden erst Teil des Mühlviertels, als das Innviertel zu Oberösterreich kam.
Oft wird aber auch fälschlicherweise angenommen, dass das in Rohrbach, Hofkirchen und Neufelden gehandelte und nach Böhmen transportierte Salz aus Hallstatt stammte. Original-Urkunden und Schriften im Archiv belegen jedoch, dass es ursprünglich aus dem damals ausländischen Salzburg und Bayern kam, wenngleich dies nicht den Wünschen des Kaisers entsprach.
Vortrag im März
Die Volkshochschule Region Rohrbach organisiert einen Vortragsabend für den 20. März, um die Hintergründe und die Bedeutung des Weißen Goldes für die Vergangenheit der Region aufzuzeigen.
Albert Ettmayers Teilnahme am Heimatforscher-Lehrgang der Akademie der Volkskultur war wichtig, um die alten Urkunden und Schriften aufarbeiten zu können. Für die richtige Einordnung von Zusammenhängen und um neue Ansatzpunkte für wichtige Quellen zu finden, setzt er auf die Zusammenarbeit mit Experten aus den einzelnen Bereichen. Und er lädt ein: „Wir freuen uns, wenn jemand an der Stadtgeschichte mitarbeiten will und es wäre ganz toll, wenn jemand auch Lust und Laune hätte, alte Schriften und Dokumente im Archiv aufzuarbeiten. Ich hatte Wolfgang Sauber, langjähriger Archivar des Schlosses Sprinzenstein, als Mentor und weiß, wie wichtig es ist, dabei nicht ins kalte Wasser gestoßen zu werden.“
Bürgermeister Andreas Lindorfer ist froh, so engagierte Menschen im Team der Stadtgeschichte zu wissen.


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