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ST. MARTIN. Als Pilotschule hat die Volksschule St. Martin ein Programm zur Gewaltprävention ausprobiert. Dessen Ziel ist die Stärkung der sozialen Fähigkeiten, um möglichst früh präventiv gegen Gewalt anzusetzen. Jetzt ist das Modul für alle Volksschulen in Oberösterreich verfügbar. 

Ein Unterrichtsprogramm will die sozialen Fähigkeiten von Kindern stärken. (Foto: contrastwerkstatt - stock.adobe.com)

Gängeleien, Streitereien, Raufereien gehören zum Kindsein. Die Ausmaße seien in den letzten Jahren teils aber extremer geworden, wissen Experten. Deshalb wurde das Lebenskompetenz-Programm „zusammen.wachsen“ des Instituts Suchtprävention der pro mente OÖ im Auftrag des Landes um das Modul „Gewaltprävention in der Volksschule“ erweitert.

Tina Reiter ist Lehrerin an der Volksschule St. Martin, die als Pilotschule das Zusatzmodul seit Herbst testet. „Mir ist wichtig, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch die sozialen und emotionalen Kompetenzen meiner Schülerinnen und Schüler zu fördern. Gewaltprävention ist ein essenzieller Bestandteil unserer schulischen Arbeit. In einem gewaltfreien Umfeld können Kinder auf gesunde Weise miteinander kommunizieren und Konflikte lösen“, sagt die Pädagogin. Das Gewaltpräventionsheft helfe, frühzeitig Strategien zu entwickeln, wie man respektvoll miteinander umgeht, Empathie zeigt und gewaltfreie Lösungen in schwierigen Situationen findet. „Durch Übungen und gezielte Reflexionen lernen die Kinder nicht nur sich selbst, sondern auch andere besser zu verstehen.“

Gemeinsam raufen macht Spaß

Zu Beginn des Programms wurden die Regeln gemeinsam erarbeitet, im Klassenraum ausgehängt und einzelne Übungen im Turnunterricht und im Klassenraum durchgeführt. „Derzeit probieren wir Übungen zum Kapitel 'Gemeinsam raufen macht Spaß'. Die vorgeschlagenen Sequenzen bereiten den Kindern Freude und sie sind mutig, Neues auszuprobieren“, sagt Tina Reiter.

Das Modul umfasst insgesamt vier Kapitel mit Unterrichtseinheiten und Bewegungseinheiten. Wichtig ist der spielerische Zugang, etwa beim Umgang mit Gewalt. Der „flinke Hase“ beispielsweise meint, dass es manchmal geschickt ist, einfach wegzulaufen; der „kluge Rabe“ hilft Missverständnisse aufzuklären; manchmal muss man Dinge ignorieren, wie der „coole Wal“ oder kämpferisch sein, wie das Stachelschwein.

Das Gewaltpräventions-Modul kann über das Institut Suchtprävention von pro mente OÖ gebucht werden.

Mehr zum Thema: https://www.tips.at/nachrichten/ooe/leben/674980-der-flinke-hase-der-coole-wal-so-wird-gewaltpraevention-schon-in-der-volksschule-gelebt


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