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BÖHMERWALD. 2.000 blühende Böhmische Enziane hat der Haslacher Biologe Thomas Engleder heuer gezählt. Das macht eine Wiese im Oberen Mühlviertel zum größten Vorkommen in Österreich.

  1 / 6   Im Böhmerwald im Bezirk Rohrbach gibt es eine der letzten Wiesen in Österreich, wo der Böhmische Enzian wächst und blüht. (Foto: Gahleitner)

Nur mehr 21 Wuchsorte im Mühl- und Waldviertel sind Engleder bekannt. Die Hälfte davon seien sehr klein, mit nicht einmal zehn Blühern; nur an vier Standorten sind es an die 500. Das macht den Böhmischen Enzian zu einem Juwel der Pflanzenwelt. Dass er derzeit hier im Norden Österreichs so reichhaltig seine lilafarbenen Kronblätter zeigt, ist dem jahrzehntelangen Bemühen der Artenschützer zu verdanken. „Vor 30 Jahren wurde dieser Wuchsort entdeckt, aber ohne Maßnahmen wäre der Böhmische Enzian hier ausgestorben“, ist Thomas Engleder überzeugt.

Enzianoptimierte Bewirtschaftung

Über eine Stiftung konnte das entsprechende zwei Hektar große Grundstück angekauft werden, seit 15 Jahren wird dieses mit finanzieller Unterstützung des Landes OÖ enzianoptimiert bewirtschaftet. Einmalige Mahd, streifen, rechen, Offenstellen schaffen, Samen ausbringen es gibt viel zu tun, aber es lohnt sich, wie die Vollblüte heuer zeigt. „Wir haben auch von den Tschechen gelernt, wo der Böhmische Enzian noch etwas häufiger vorkommt“, berichtet der engagierte Haslacher.

Drei dauerhafte Wuchsorte sind das Ziel

Sein Ziel wäre es, drei Flächen im Mühlviertel zu schaffen, wo regelmäßig mindestens 1.000 Enziane blühen, damit dieser als Leitart von Oberösterreich erhalten bleibt. Wer deshalb magere, kaum bewirtschaftete Wiesen über 750 Höhenmeter kennt, soll sich mit Thomas Engleder in Verbindung setzen (tho.mas@gmx.at).

Es bringt übrigens nichts, die Pflanze für den eigenen Garten auszugraben, dort kann sie nicht überleben.


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